Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2010 Zertifizierungssystem zum nachhaltigen Biomasseanbau vorgestellt

Zertifizierungssystem zum nachhaltigen Biomasseanbau vorgestellt

Berlin, 21.01.2010. Flüssige Biobrennstoffe und Biokraftstoffe dürfen in der Europäischen Union künftig nur noch gefördert oder auf die Energieziele angerechnet werden, wenn sie aus nachhaltigem Biomasseanbau stammen. Mit der vorläufigen Anerkennung des Zertifizierungssystems "International Sustainability and Carbon Certification" (ISSC) durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) werden die europäischen Anforderungen in Deutschland als erstem EU-Mitgliedstaat umgesetzt.

Bioethanol aus Zuckerrüben
Bioethanol aus Zuckerrüben

Die Vorgaben der EU sollen verhindern, dass der Biomasseanbau – beispielsweise auf Palmölplantagen – in den Anbauländern zu Lasten von wertvollen Naturräumen wie Primärwäldern, artenreichem Grünland oder Feuchtgebieten geht. Außerdem müssen laut EU-Richtlinie bei der Biokraftstofferzeugung 35 % der Treibhausgase eingespart werden – gegenüber der Erzeugung fossiler Kraftstoffe.

Die deutsche Umsetzung des europäischen Rechts im Rahmen der Biomassestrom- und der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung legt im Einzelnen fest, wie flüssige Biomasse und Biokraftstoff hergestellt werden müssen, um als nachhaltig anerkannt zu werden. Es geht dabei sowohl um Strom aus flüssiger Biomasse, der nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet wird als auch um Biokraftstoffe, die in Deutschland in Verkehr gebracht und auf die Biokraftstoffquote angerechnet werden oder als Reinkraftstoffe von der Steuerermäßigung profitieren. Das Verfahren für die Nachhaltigkeitsnachweise und Zertifikate wird ebenfalls in der Verordnung geregelt.

 

Nachhaltiger Energiepflanzenanbau für Energiemix

Berlin, 18.11.2009. „Die neue Bundesregierung setzt auf Bioenergie und Energiepflanzen als wichtigen Baustein im Energiemix der Zukunft. Die Koalitionsvereinbarungen schaffen gute Voraussetzungen für die weitere Entwicklung dieses Bereichs." Das erklärte Dr. Gerd Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) anlässlich des Symposiums Energiepflanzen Von zentraler Bedeutung für die Zukunft der Energiepflanzen sei dabei die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien. Beim heimischen Anbau seien diese durch die Anforderungen der guten fachlichen Praxis und der cross compliance Regeln weitgehend abgedeckt.
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