Weniger Rückstände von Pflanzenschutzmitteln
Im Vergleich zum Vergleichszeitraum 2007 registrierten die Untersuchungsbehörden der Bundesländer im Jahr 2008 eine deutliche Zunahme von Lebensmittelproben, in denen keine messbaren Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden wurden. In über 52 % der Proben wurden Rückstände unterhalb der gesetzlichen Höchstgehalte gemessen. Gleichzeitig sank im Jahresvergleich der Anteil der Proben, die Pflanzenschutzmittel-Rückstände über dem gesetzlichen Höchstgehalt enthielten, von 4,5 auf 3,7 %, so das BVL weiter. Lebensmittel deutscher Herkunft seien dabei generell geringer belastet als ausländische Produkte. So wurden in 1,9 % der untersuchten Produkte, die in Deutschland produziert wurden, Höchstmengenüberschreitungen gemessen, bei den Proben aus anderen EU-Staaten waren dies 3 %, bei Proben aus Drittstaaten 9,1 %. Das Bundesamt weist darauf hin, dass eine Überschreitung der Rückstandshöchstmenge in den meisten Fällen nicht mit einer direkten Gefährdung der Gesundheit der Verbraucher gleichzusetzen sei.
Das BVL überprüfte auch mehr als 5.500 Betriebe der Landwirtschaft, des Gartenbaus und der Forstwirtschaft und über 3.000 Handelsbetriebe. Die Kontrollen in landwirtschaftlichen Betrieben zeigten, dass im Jahr 2008 nur 1,4 % der beruflichen Anwender nicht über die notwendige Sachkunde verfügten. Bei 1,8 % der Geräte fehlte ein Nachweis über die turnusmäßige Überprüfung. Allerdings fanden die Kontrolleure in jeder vierten Verkaufsstelle des Handels ein oder mehrere Pflanzenschutzmittel vor, die nicht oder nicht mehr verkehrsfähig waren.