Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2010 Beitrag der Landwirtschaft zum Klimaschutz

Beitrag der Landwirtschaft zum Klimaschutz

Berlin, 23.02.2010. Die Landwirtschaft hat einen Anteil von rund 6,9 % an den gesamten deutschen Treibhausgasemissionen, gleichzeitig nimmt sie eine Sonderrolle in Bezug auf den Klimaschutz ein. Das unterstrichen Sachverständige anlässlich einer Anhörung zum Thema Klimaschutz und Landwirtschaft, zu dem die Ausschüsse für Agrarwirtschaft und Umweltwelt im Deutschen Bundestag eingeladen hatten.

www.bauernverband.de
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Die Fachleute machten deutlich, dass die Landwirtschaft konkurrierenden Ansprüchen an die Erzeugung von Lebens-, Futtermitteln und anderen Agrarrohstoffen, an Natur- und Umweltschutz sowie einer angemessenen Antwort auf den Klimawandel gerecht werden müsse. Sie betonten, dass eine weitere Effizienzsteigerung der Produktion, unabhängig von der Produktionsrichtung, einen wichtigen Beitrag der Landwirtschaft zum Klimaschutz darstelle. Dirigistischen Maßnahmen erteilten sie eine Absage. Einigkeit herrschte darüber, dass der Emissionshandel auch aufgrund der Komplexität der landwirtschaftlichen Produktionsprozesse nicht für die Landwirtschaft anwendbar sei.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) verwies in seiner Stellungnahme darauf, dass die Land- und Forstwirtschaft zu den sensibelsten vom Klimawandel betroffenen Wirtschaftsbereichen gehöre. Zudem habe sie ihren Anteil an den eigenen Emissionen von Treibhausgasen seit 1990 bereits um über 17 % gesenkt und werde auch in Zukunft ihren Beitrag zum Klimaschutz verstärkt leisten. Zielvorgabe seien Lösungen, wie die Landwirtschaft ihren Beitrag zum Klimaschutz durch die Bindung, Speicherung und Vermeidung von CO2 etwa durch die Erzeugung von nachwachsenden Rohstoffen und die Speicherung von CO2 in Böden leisten könne. Der DBV betonte, dass die deutsche Landwirtschaft die eigenen Emissionen durch Verbesserungen bei Anbau, Technik und Fütterung weiter reduzieren werde.

 

Aigner gegen Klimazahlungen für Landwirtschaft

Berlin, 11.01.2010. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner lehnt Treibhausgasvorschriften für die Landwirtschaft ab. „Das größte Problem fürs Klima ist nicht die Erzeugung von Lebensmitteln, sondern der Energiesektor", erklärte Aigner jüngst gegenüber dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Ein Viertel der weltweiten Emissionen entstehe bei der Erzeugung von Lebensmitteln, insbesondere in der Fleischproduktion. In Deutschland verursache die Landwirtschaft – ohne Gütertransporte gerechnet – etwa sechs Prozent der Emissionen.
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