Der Klimawandel verändert die Anbaubedingungen der Landwirtschaft
Die züchterische Anpassung von Kulturpflanzen an klimatische Änderungen erfolgt für viele Merkmale bereits heute kontinuierlich im Rahmen unserer Züchtungsprogramme. Dagegen müssen für neue Züchtungsziele, wie z.B. eine verbesserte Wassernutzungseffizienz, zuerst die pflanzenphysiologische Grundlagen erforscht und neue Untersuchungs- und Prüfungsmethoden entwickelt werden, die eine wirkungsvolle Selektion erlauben. Darüber hinaus wird der Klimawandel voraussichtlich zu starken Witterungsschwankungen führen, die die Kombination einer Vielzahl neuer Eigenschaften wie z.B. Trocken-, Nässe- und Kältetoleranz, Standfestigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen neue Krankheiten und Schädlinge in einer Sorte erfordern.
Beim Kampf gegen den Klimawandel ist die Reduzierung des CO2
-Austoßes eine der größten Aufgaben. KWS leistet mit der Züchtung von Energiepflanzen einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz, denn durch die Nutzung von Bioenergie soll der CO2-Ausstoß signifikant vermindert werden. Durch Ertragssteigerungen werden knappe Ressourcen wie Wasser oder Düngemittel eingespart. Zudem können bisher nicht ackerbaulich genutzte Flächen, in denen in der Regel viel CO2 gebunden ist, als solche erhalten werden. Dies ist nicht nur ein Beitrag zum Naturschutz, sondern entlastet auch die CO2
-Bilanz.