Klonzucht
In der Landwirtschaft hat das Klonen eine sehr lange Tradition. Aus einer Knolle entsteht eine neue Kartoffelpflanze mit, je nach Sorte, unterschiedlich vielen Tochterknollen, die jeweils ein Klon der Mutterpflanze sind.
Unter Klonzucht versteht man also das Kreuzen von zwei Kartoffelpflanzen mittels der geschlechtlichen Vermehrungsorgane (Blüte) und das anschliessende Vermehren der Einzelpflanze über die vegetativen Organe (Knolle). Die in den “Tomaten” entstandenen Samen werden ausgedrillt, viel versprechende Pflanzen werden selektiert, auf die gewünschten Eigenschaften geprüft und parallel dazu vermehrt. Die Knollen einer einzelnen Sorte sind also genetisch identisch, denn sie basieren alle auf der Ur-Knolle, welche aus der gezielten Kreuzung durch den Züchter entstand.
Die vegetative Vermehrung ist der Grund, dass sich aus Virus infizierten Knollen nie mehr gesunde, leistungsstarke Nachkommen produzieren lassen. Die Aufgabe des Züchters ist es also auch, laufend gesundes Basispflanzgut einer Sorte in die ersten Vermehrungszyklen einspeisen zu können. Der Einsatz von gesundem zertifiziertem Ausgangsmaterial lohnt sich auf jeden Fall.