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Nährstoffauswaschung und der Bezug zu einer guten fachlichen Praxis

Nährstoffspeicherung durch Zwischenfrüchte  Quelle: KWS, verändert nach effizientduengen.de, Yara GmbH & Co. KG
Nährstoffspeicherung durch Zwischenfrüchte Quelle: KWS, verändert nach effizientduengen.de, Yara GmbH & Co. KG

Unter Auswaschung versteht man die Verlagerung von Nährstoffen durch Sickerwasser in tiefere Bodenschichten, welche für Pflanzenwurzeln nicht mehr erreichbar sind. Begünstigende Faktoren sind hierbei hohe Wassermengen und leichte Sandböden. Damit der Prozess der Auswaschung möglichst gering gehalten wird, ist ein Anbau von Zwischenfrüchten zu empfehlen. Sie nehmen wertvolle Mengen an Nährstoffen aus dem Boden auf und speichern diese (siehe Nährstoffspeicherung ).

Bei der Nährstoffauswaschung werden viele verschiedene Nährstoffe (z. B. Kalium, Formen von Schwefel), die als mobil bezeichnet werden, in tiefere Bodenschichten verlagert. Der Begriff Auswaschung fällt in der Landwirtschaft häufig in Bezug zum Nährstoff Stickstoff bzw. Nitrat (NO3). Denn ein erhöhter Austrag an Stickstoff führt in vielen Gewässern bzw. Grundwasserdepots zu Problemen (Eutrophierung). Um diesem erhöhten Nitrataustrag
in Gewässern entgegenzuwirken, hat das Europäische Parlament im Jahr 2000 die Wasserrahmenrichtlinie eingeführt. In dieser Richtlinie wurde ein definierter Rahmen für die Wasserpolitik in den jeweiligen EU-Ländern vorgegeben. Dabei kann jedes EU-Land unter Berücksichtigung eigener regionaler Probleme diese Richtlinie umsetzen. In Deutschland sind die Rahmenbedingungen im Wasserrecht verankert.


Die Minimierung der Austräge in Oberflächengewässer bzw. ins Grundwasser gehört zur guten fachlichen Praxis. Diese Umsetzung kann u. a. durch den Anbau von Zwischenfrüchten erfolgen. Hierbei ist auf die Arten der verwendeten Zwischenfrüchte zu achten. In einigen Teilen von Wasserschutzgebieten werden Mischungen mit Leguminosen nicht gefördert (Stand 21.3.2014), da die Stickstoffauswaschung unter Leguminosen durch die zusätzliche N-Fixierung (siehe Die besondere Tragfähigkeit der Leguminose - N-Fixierung aus der Luft ) erhöht ist. Genauere Informationen zu der Möglichkeit einer freiwilligen Vereinbarung mit dem zuständigen Wasserversorgungsunternehmen bekommen Sie bei Ihrer zuständigen Wasserschutzberatung.


 
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