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Weitere Vorteile von Zwischenfruchtmischungen

Erfüllung der Anforderungen der GAP-Reform-Bereitstellung der ökologischen Vorrangflächen mit Zwischenfruchtmischungen:

Ab 2015 müssen landw. Betriebe 5 Prozent ihrer landw. Ackerfläche* als ökologische Vorrangfläche bereitstellen, wenn sie nicht empfindliche Einschnitte bei den Direktzahlungen (30 Prozent im Jahr 2015) hinnehmen wollen. Für die Erfüllung der ökologischen Vorrangflächen werden Gewichtungsfaktoren angewendet. Dieser Faktor liegt für Zwischenfruchtmischungen bei 0,3. Was das für einen 100 ha Ackerbaubetrieb bedeutet, zeigt das folgende Beispiel:

Beispiel:

100 ha Ackerland
5 % ökologische Vorrangfläche entspricht 5 ha
5 ha/Gewichtungsfaktor Zwischenfruchtgemenge 0,3
= 16,67 ha Zwischenfruchtgemengeanbau
zur Erfüllung der ökologischen Vorrangfläche


Bei den angebauten Zwischenfrüchten muss es sich um Mischungen handeln. Die Zwischenfrüchte sind nach jetzigem Stand der Diskussion bis spätestens zum 1. Oktober einzusäen. Zur Wachstumsdauer macht das EU Recht noch keine Angabe. Darüber hinaus ist eine Futternutzung im Folgejahr ausgeschlossen. Im Laufe des Jahres 2014 sollen alle Details zur Umsetzung der EU Agrarreform in Deutschland endgültig festgelegt werden. In der nationalen Auslegung sind noch der Zeitpunkt und die Methode der Kontrolle festzulegen. Außerdem gibt es noch einen nationalen Spielraum für zusätzliche Bewirtschaftungsauflagen. Nach einem Kompromiss der Regierungsparteien sollen chemischer Pflanzenschutz, mineralische Düngemittel und Klärschlamm für die Anwendung auf ökologischen Vorrangflächen nicht erlaubt werden. Zugelassen werden soll danach nur Wirtschaftsdünger (Stand 15. Mai 2014).


 
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