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Züchtung für den ökologischen Landbau

Von den innovativen Züchtungsmethoden der KWS und dem breiten Genpool profitiert auch die Sortenentwicklung für den ökologischen Landbau.

Züchtung für den ökologischen Landbau

Der ökologische Landbau unterscheidet sich von der konventionellen Landwirtschaft durch eine spätere Stickstoffverfügbarkeit während der Vegetationsperiode. Noch stärker als in der konventionellen Landwirtschaft steht im ökologischen Landbau neben dem möglichen Ertragspotenzial die Ertragsstabilität im Vordergrund. Wichtige Züchtungsziele im ökologischen Landbau sind vor allem die Unterdrückung von Unkräutern, Resistenz gegenüber samenbürtigen Krankheiten und Nährstoffeffizienz. Ein Schwerpunkt liegt in der Getreidezüchtung. Besonders wichtige Arten im Öko-Landbau sind Weizen und Roggen, hierauf liegt auch der züchterische Fokus von KWS Getreide. Neben der Ertragsstabilität werden noch viele weitere Eigenschaften von den neuen Sorten im ökologischen Anbau verlangt: schnelle Jugendentwicklung für eine frühzeitige Bodenbedeckung und eine bessere Unkrautunterdrückung, Blattgesundheit und ein hohes Nährstoffaneignungsvermögen für möglichst gute Backqualitäten bei Weizen (Feuchtkleber) sind nur einige der Ziele der Getreidezüchtung. Mais – besonders Körnermais – ist für den Öko-Landbau immer wirtschaftlicher geworden und die Leistungsprüfungen der Maiszüchter und die Sortentests des Produktmanagements sind mittlerweile ein feste Bestandteile der KWS Versuche in Wiebrechtshausen und Kürnach. Die Landwirte können aus einem breiten Sortenangebot in jeder Kulturart auswählen.

 

Porträts der Öko-Prüfstandorte

Kürnach,
 Landkreis Würzburg (Bayern)
Zuchtstation Seligenstadt

Höhenlage: 281 m NN
Jahresniederschlag > 10 Jahre durchschn.: 606 mm
Jahrestemperatur > 10 Jahre durchschn.: 9,1  °C Bodenart: Löss, 70-75 Bodenpunkte
Besonderheiten am Standort: Fränkische Platte, ausgeprägte Frühjahrs- und Frühsommertrockenheit.

KWS Prüfstandort für: Öko-Wintergetreide und –Sommergetreide sowie Öko-Körnererbsen
Start der Versuche und Sortenprüfungen für den Öko-Landbau: 2005
Die benötigte Öko-Ackerfläche für die Prüfungen wird jährlich gepachtet, der kooperierende  Betrieb ist Bioland zertifiziert.


Petkus, Landkreis Teltow-Fläming (Brandenburg)
Petkus
Höhenlage: 145 m NN
Jahresniederschlag > 10 Jahre durchschn.: 596,4 mm
Jahrestemperatur > 10 Jahre durchschn.: 8,5  °C
Bodenart: lehmiger Sand, 28-36 Bodenpunkte
Besonderheiten am Standort:
bedeutendste Roggenanbauregion Deutschlands, kontinentales Klima (kalte Winter mit wenig Schnee, heiße (Früh-)Sommer)

KWS Prüfstandort für: Winterroggen und Triticale, sowie Öko-Winterroggen
Start der Versuche und Sortenprüfungen für den Öko-Landbau: 2003
Züchterische Arbeit: Resistenzzüchtung Winterroggen (ökologisch und konventionell)

Die benötigte Öko-Ackerfläche für die Prüfungen wird jährlich gepachtet, die kooperierenden Betriebe sind u.a. Gäa- oder Bioland zertifiziert.

 

 


 
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