KWS
   
 

Stoppelbearbeitung der Vorfrucht

Stoppelbearbeitung
Stoppelbearbeitung

Die Stoppelbearbeitung ist eine Maßnahme, die in erster Linie die Bodengare erhält und fördert sowie die Struktur verbessert. Zugleich dient sie der mechanischen Unkrautbekämpfung, vor allem auf Betrieben, die den Herbizideinsatz reduzieren oder die zunehmend auf den Pflugeinsatz verzichten.

In Abhängigkeit der Vorfurcht ist die Zeit zwischen Ernte und der Rapsaussaat begrenzt. Es sollten zwei Bearbeitungsgänge durchgeführt werden.

  • Flache Bearbeitung (ca. 2-3 cm tief) reguliert den Wasserhaushalt im Boden. Die leitenden Kapillaren im Boden werden abgeschnitten und das Austrocknen der Ackerkrume reduziert. Die Verrottung der Strohstoppel und des Häckselgutes wird angeregt sowie Unkrautsamen und Ausfallgetreide zum Keimen gebracht. Werden die Samen nur unvollständig oder verzettelt zum Auflaufen gebracht, ist mit vermehrten Unkrautproblemen zu rechnen. In begrenztem Umfang lässt sich mit der ersten, flachen Stoppelbearbeitung die Verteilung des Strohs verbessern. Auf eine Bearbeitung schräg zur Druschrichtung sollte geachtet werden.
     
  • Tiefere Bearbeitung (ca. 10-15 cm) mischt Stoppeln und Stroh mit dem Boden. Eine gleichmäßige Verteilung des Strohs im Boden ist für die späteren Auslaufbedingungen besonders wichtig. Alle Unkräuter und das Auslaufgetreide sollten abgetötet werden, um einen erhöhten Konkurrenzdruck im nachfolgenden Raps zu vermeiden.
     
  • Einsatz von Totalherbizid zur Bekämpfung von Unkräutern und Auflaufgetreide möglich
 

 
KWS