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Wendende Bodenbearbeitung zu Raps

Wendende Bodenbearbeitung zu Raps
Wendende Bodenbearbeitung zu Raps

Der Pflugeinsatz gilt nach wie vor als wichtiges Verfahren der Bodenbearbeitung. Gerade bei sandigen als auch staunassen Böden ist der Pflug unverzichtbar, da er den Boden krumentief lockert und Schadverdichtungen aufbricht.

Eine gut abgesetzte Pflugfurche stellt daher die sicherste Art und Weise zur Ausbildung eines gleichmäßigen Pflanzenbestandes vor Winter dar. Durch das Prinzip des „reinen Tisches“ können Unkrautbesatz und Krankheiten dezimiert werden.

  • Die Pflugtiefe sollte von Jahr zu Jahr wechseln und zwischen 25–35 cm liegen (zu Getreide flacher, zu Hackfrüchten tiefer), um Rad- oder Pflugsohlen zu vermeiden.
     
  • Beim Pflugeinsatz ist das Saatbett entsprechend rückzuverfestigen, um den Wasseranschluss zum Unterboden zu erhalten und eine gleichmäßige Saatgutablage für einen hohen Feldaufgang sicherzustellen.
     
  • In Regionen, die von Sommertrockenheit geprägt sind, sollte die Bodenlockerung nicht zu tief und vor allem zeitnah zur Aussaat erfolgen, um eine unnötige Verdunstung von Bodenwasser zu verhindern.

 

Vorteile:

  • krumentiefes Einarbeiten von Ernterückständen
  • Wurzelunkräuter und Ungräser werden besser unterdrückt.
  • Die Population an Schnecken und Mäusen wird gestört und dezimiert.
     

Nachteile:

  • Der Pflugeinsatz bei zu feuchten Bodenverhältnissen kann zu Bodenverdichtungen führen (Rad- bzw. Pflugsohle).
  • Der natürliche Absetzvorgang nach Pflugeinsatz braucht in der Regel mehrere Wochen.
  • Die Flächenleistung ist bei deutlich höherem Arbeitszeit- und Kraftstoffbedarf niedrig.

 
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