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Konservierende Bodenbearbeitung

Konservierende Bodenbearbeitung zu Raps
Konservierende Bodenbearbeitung zu Raps

Durch einen standort- und fachgerechten Einsatz pflugloser Bodenbearbeitung kann im Winterraps ein vergleichbares Ertragsniveau wie mit dem Einsatz des Pfluges erzielt werden. Dies gilt insbesondere, wenn der Raps nach frühräumender Vorfrucht steht.
Die hohen Ansprüche, die Raps an das Saatbett stellt, gelten für Mulchsaatverfahren. Für eine erfolgreiche Anwendung pflugloser Bodenbearbeitung sind Böden ohne Schadverdichtungen, ein professionelles Strohmanagement sowie eine optimale Saatgutablage notwendig:

  • Bereits zur Ernte der Vorfrucht sollte auf eine möglichst gleichmäßige vertikale Strohverteilung geachtet werden, um den höheren Ansprüchen der pfluglosen Bodenbearbeitung an das Strohmanagement zu genügen.
  • Bei recht lockeren Böden sollte nach der Saat gewalzt werden, um einen besseren Bodenschluss zu erzielen und den Feldaufgang zu verbessern.
  • Auf Lehmböden kann es sinnvoll sein, direkt vor der Saat nochmals zu grubbern, um die Restfeuchte des Bodens besser für die Keimung der neuen Rapssaat zu nutzen.
  • Da bei Mulchsaat die Jugendentwicklung in der Regel etwas langsamer erfolgt, ist die optimale Saatzeit gegenüber der Pflugvariante um bis zu 5 Tage vorzuverlegen. Extrem späte Saattermine sollten bei Mulchsaat vermieden werden.
  • Abhängig von der Qualität des Saatbettes und der Menge an Ernterückständen im Saathorizont kann es sinnvoll sein, die Aussaatstärke gegenüber der Pflugvariante um 15–20% zu erhöhen.
  • Am besten sollten frohwüchsige Sorten (Hybridsorte HYBRIROCK) mit rascher Jugendentwicklung verwendet werden.

 

Vorteile:

  • Verbesserung der Bodenstruktur und Befahrbarkeit der Flächen
  • Besserer Schutz gegen Erosion, Bodenverdichtung und Verschlämmung.
  • Durch Pflugverzicht kann eine höhere Schlagkraft erreicht werden, womit sich v.a. betriebliche Arbeitsspitzen im Zeitraum Ernte und Aussaat entzerren lassen.
  • Insbesondere auf leichten Böden trägt der Pflugverzicht zur Erhaltung der Bodenfeuchtigkeit bei.

 

Nachteile:

  • Höherer Befall mit Feldmäusen und Schnecken, die sofort und konsequent bekämpft werden müssen.
  • Vermehrtes Auftreten von Unkräutern (v.a. Ausfallgetreide, Quecke, Kamille).
  • Langsamere Mineralisation von Stickstoff: Bei ungünstiger Herbstentwicklung sollte daher mit 30–40 kg N/ha angedüngt werden. Eine N-Düngung bereits zur Stoppelbearbeitung zur Förderung der Strohrotte ist dabei oft sinnvoll.
    Hier lassen sich insbesondere organische Dünger effektiv einsetzen.
  • Falsches Strohmanagement erhöht die Gefahr eines verringerten Feldaufgangs und führt gegebenenfalls zu einer verminderten Herbizidwirkung.

 

Sie wollen mehr über die pfluglose Bodenbearbeitung zu Winterraps wissen?

Umfangreiche Informationen erhalten Sie in unserer Fachbroschüre „Winterraps ohne Pflug“.

 

 
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