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Fruchtfolge

Raps-Fruchtfolge
Raps-Fruchtfolge

Eine fachgerechte Gestaltung der Fruchtfolge ist für Raps immer lohnend. Als Blattfrucht mit hohem Vorfruchtwert ist Raps ein wichtiges Fruchtfolgeglied, das vor allem bei intensivem Getreideanbau die Fruchtfolge auflockert.

Generell stellt Winterraps keine hohen Ansprüche an die Vorfrucht. Aufgrund einer häufig nur kurzen Zeitspanne für Bodenvorbereitung und Aussaat sollte darauf geachtet werden, dass es sich bei der Vorfrucht um eine frühräumende Kultur handelt, um den Raps rechtzeitig aussäen zu können. Wintergerste und frühreifer Winterweizen sind dabei aufgrund ihres frühen Erntetermins optimale Vorfrüchte. Da in der Praxis der Anbau von Winterraps zunehmend nach Winterweizen erfolgt, ist hier bei der Sortenwahl auf Spätsaatverträglichkeit zu achten. Die Hybride HYBRIROCK kann bei diesen späten und schwierigen Aussaatbedingungen überzeugen.

Als wesentliche Voraussetzung für hohe Rapserträge ist die Anbauhäufigkeit von Raps innerhalb der Fruchtfolge auf ein Mindestmaß zu begrenzen. Zunehmende Anbaudichten in der Fruchtfolge führen langfristig zu einem starken Anstieg von Krankheiten und Schädlingen und können eine deutliche Ertragsdepression bei Raps bewirken. Der Anbau von Sorten mit höherer Krankheitsresistenz und ein intensiverer Einsatz von Pflanzenschutzmaßnahmen können in Grenzen gewisse Abhilfe leisten. In der Phomaresistenzprüfung wurde erneut die Hybride TREFFER mit den geringsten Befallswerten bei der Krankheit Phoma lingam bonitiert. Damit ist die Hybride nach wie vor eine der gesündesten Rapssorten auf dem deutschen Markt. Für einen wirtschaftlichen Anbau von Winterraps sollten aber Anbaupausen von 3 Jahren eingehalten werden.

Die Berücksichtigung sortenspezifischer Resistenzen gegen die wichtigsten Krankheiten wird zukünftig eine immer größere Bedeutung gewinnen. Doch auch bei weit gestellter Rapsfruchtfolge nimmt die räumliche Anbaudichte in vielen Regionen drastisch zu. Dies kann vor allem in Befallsjahren zu einem erhöhten Krankheitsdruck führen.

Werden in Fruchtfolgen mit Raps Zwischenfrüchte wie Ölrettich, Rübsen oder auch Senf angebaut, die wie Raps ebenfalls zur Familie der Kruziferen zählen, ist mit einem Anstieg an Fruchtfolgekrankheiten zu rechnen. Aus diesem Grund sollte in Rapsfruchtfolgen auf Zwischenfrüchte aus der Familie der Kruziferen verzichtet werden.

Wie der Raps gehört die Zuckerrübe zu den Wirtspflanzen des Rübenzystennematoden Heterodera schachtii. Der Ausfallraps kann zur deutlichen Nematoden-Vermehrung beitragen und den Rübenertrag bei einer nicht nematodentoleranten Sorte mindern. Durch den Befall mit den Rübenzystennematoden kommt es aber in der Regel nicht zu ertragsrelevanten Schädigungen des Rapses.

Ziel muss es sein, dass die Nematoden ihren Entwicklungszyklus an absterbenden Pflanzenresten nicht beenden können. Das optimale Zeitfenster für einen Umbruch bzw. chemische Abtötung des Ausfallrapses ist nach bisherigen Erkenntnissen mit Erreichen einer Wärmesumme von 250°C. Dies entspricht weniger als einem Sommermonat (August/September).

Eine sichere Bekämpfung von Ausfallraps nach der Rapsernte besitzt in Fruchtfolgen mit Zuckerrüben gesteigerte Priorität, um Ertragsbeeinträchtigungen und Erntebehinderungen zu vermeiden. Diese Bekämpfung kann sowohl mit mechanischen als auch chemischen Maßnahmen (Rübenherbizid) erfolgen, beispielsweise mit Debut.


 
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