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Saattermin und Saatstärke

Aussaatempfehlungen der KWS Rapssorten
Aussaatempfehlungen der KWS Rapssorten

Saattermine von Mitte August bis Anfang September sind im Allgemeinen optimal für eine gute Bestandesentwicklung im Raps. Der bestmögliche Aussaattermin kann entsprechend klimatischer und standorttypischer Gegebenheiten regional sehr unterschiedlich liegen.

 

Für die optimale Vorentwicklung sollte der Winterraps am besten folgende Zielgrößen erreichen:

  • Bestandesdichten von 30-40 Pflanzen/m² bei Hybriden und 40-60 Pflanzen/m² bei Liniensorten.
  • Vitale Einzelpflanzen mit 8-10 entwickelten Laubblättern
  • Kräftig entwickelte Pfahlpflanze >8mm
  • Wurzellänge ist größer als 20cm
  • Sprossachsenlänge <2cm

 

Frühe Saattermine tragen positiv zur Entwicklung einer kräftigen Wurzel- und Einzelpflanzenentwicklung bei. Auf der anderen Seite erhöhen sehr frühe Aussaattermine aufgrund üppiger Bestandesentwicklung das Risiko der Auswinterung.

Die Gefahr der Auswinterung bei einem späten Saattermin besteht nicht. Zu späte Saaten können bei schlechter Herbstentwicklung nur zu wenig vegetative Masse bilden, die dadurch nur eine schwache Ausgangsbasis für hohe Erträge darstellen.

Der richtige Saatzeitpunkt stellt also immer einen Kompromiss dar.

Informieren Sie sich deshalb über das optimale Aussaatfenster ihrer Sorte.

Die Saatstärke, d.h. die ausgebrachte Anzahl Körner/m², berücksichtigt von vornherein Pflanzenverluste auf dem Weg zur gewünschten Bestandesdichte.

Rapsbestände mit niedrigen Bestandesdichten sind meist gesünder und standfester und lassen sich mit einem geringeren Aufwand bis zur Rapsernte bringen. Überzogene Bestandesdichten führen aufgrund verminderter Einzelpflanzenentwicklung, schlechterer Wurzelausbildung, höherer Lagerneigung und erhöhter Krankheitsanfälligkeit oft zu schlechteren Rapserträgen.

Der folgenden Tabelle können Sie Richtwerte für die Saatstärke abhängig vom Aussaattermin bei Winterraps entnehmen.

 

Richtwerte für Saatstärken Körner/m²

Liniensorten

Hybridsorten

Frühe Aussaat            10.-20. August

50-55

35-45

Mittlere Aussaat         20.-31- August

>55

45-50

Späte Aussaat           Anfang September

 

>55

Zusätzlich sollten Sie unbedingt auf regionale Empfehlungen achten.

Einflussfaktoren auf die Höhe der Saatstärke:

•      Saatbett, Sätechnik: Bei guten Saatbedingungen bzw. bei guter Sätechnik kann die Aussaatstärke reduziert werden.
       Fehler in der Saatbettbereitung lassen sich nur in Grenzen durch überzogene Saatstärke ausgleichen.

•      Witterung: Je optimaler die Witterungsbedingungen zur Aussaat und Keimung sind, umso mehr besteht die Möglichkeit die Aussaatstärke zu senken.

•      Sortentyp: Bei Hybridsorten kann die Aussaatstärke gegenüber den Liniensorten je nach Standort um 15-20 % reduziert werden.
        Bei optimalen Bedingungen und Aussaat Mitte/EndeAugust haben sich als ideale Saatstärken für Hybriden 35–45 keimfähige Körner/m2
           
und für Liniensorten 50–60 keimfähige   Körner/m2 etabliert.

•      Saattermin: Nach Möglichkeit ist der optimale Aussaatzeitpunkt einzuhalten. Bei späterer Aussaat ist die Aussaatmenge zu erhöhen (siehe Tabelle).

 

Die Berechnung der Aussaatmenge kann mit Hilfe folgender Formel berechnet werden. Angaben zu Tausendkorngewicht (TKG) und Keimfähigkeit (Kf in %) entnehmen Sie bitte dem blauen Zertifikat am Saatgutsack.

 

Keimfähige Körner/m² x TKG(g) / Keimfähigkeit(%) = Saatmenge(kg/ha)

 

Hier gelangen Sie direkt zu unserem Saatstärkenrechner.

 

 
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