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Energiesorghum – eine Kultur zur Biogaserzeugung

Als Substratlieferant zur Bioenergieerzeugung hat sich Mais zur Hauptkultur in Deutschland entwickelt. Daneben spielen aber auch andere Kulturen mehr und mehr ein Rolle. So kommen Roggen als Ganzpflanzensilage und auch Zuckerrüben in Biogasanlagen erfolgreich zum Einsatz.

Eine neue Kultur unter den Energiepflanzen ist Sorghum. Wie der Mais auch, zählt Sorghum zur Familie der Süßgräser. In seiner Erscheinung dem Mais sehr ähnlich, bildet Sorghum jedoch keine Kolben sondern Rispen aus.

Innerhalb der Art Sorghum unterscheiden sich Sudanense-Kreuzungen  und die dem Mais ähnlicheren nicht bestockenden Bicolor-Kreuzungen.

s.bicolor

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Der Vorteil, den Sorghum für eine Energiefruchtfolge bietet, ist das sehr hohe Biomassepotenzial bei vergleichweise geringem Wasserverbrauch. Dies macht Energiesorghum für Regionen mit ausgeprägten Trockenperioden interessant. Sorghum hat die Eigenschaft, sich nach Trockenphasen zu regenerieren und weiterzuwachsen. Im Vergleich mit anderen etablierten Kulturen weist Sorghum den geringsten Wasserverbrauch zur Bildung eines Kilogramms Trockenmasse auf.

s.bicolor

Zur Aussaat muss ein gut strukturiertes, feinkrümeliges und rückverfestigtes Saatbett vorhanden sein. Sorghum stellt einen hohen Anspruch an die Bodentemperatur zur Aussaat. Diese sollte mindestens 12° C in 10 cm Tiefe betragen. Um den Bestand nicht durch Spätfröste zu gefährden sollte die Aussaat erst ab Mitte Mai beginnen.

Sorghum sollte auf eine Tiefe von ca. 3-5 cm abgelegt werden, wichtig hierbei ist der Anschluss an den feuchten Bodenhorizont. Die Aussaatstärke beträgt bei Bicolor-Typen 20-25 Körner/m², bei Sudanense-Kreuzungen 30-35 Körner/m². Höhere Bestandesdichten sollten nicht angestrebt werden, da dies die Lagergefahr deutlich erhöht. In Versuchen zur Aussaattechnik hat sich bisher gezeigt, dass mit Maissätechnik (mit einer Unterfußdüngung) die besten Ergebnisse erzielt wurden. Mit Hilfe der Einzelkornsätechnik ist eine genaue Tiefenführung und Rückverfestigung des Bodens gewährleistet.

Auch in dieser Saison stehen wieder neue Sorghumsorten aus dem speziellen Energiesorghumzuchtprogramm der KWS zur Verfügung. Informieren Sie sich bei Ihrem KWS-Berater vor Ort oder im Internet unter www.kws.de/sorghum über Sorten, Anbau und Bestandesführung von KWS Energiesorghum.


 
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