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Zweitfruchtanbau

Als Vorfrucht zu Sorghum bietet sich in der Regel Roggen an. Die zur Verfügung stehenden Niederschläge und die Lichteinstrahlung können durch den Wechsel von C3- (Roggen) und C4- (Sorghum) Pflanzen über das gesamte Jahr hinweg optimal genutzt werden. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass der Standort insgesamt über die Vegetationsperiode ausreichend mit Wasser versorgt ist.

Die Vorfrucht sollte möglichst Mitte Juni geerntet sein, um Sorghum spätestens in der zweiten Junihälfte aussäen zu können. Experten empfehlen auf eine Aussaat nach dem 20.6. zu verzichten. Erfolgt diese zu spät, droht das Risiko, dass nicht ausreichend Trockensubstanz bis zum Erntezeitpunkt gebildet wird. Ein TS-Gehalt von mindestens 28 % ist hierbei anzustreben, da ansonsten Verluste durch Sickersaftbildung zu erwarten sind. Das Ertragspotenzial von Sorghum sinkt ebenfalls bei verspäteter Aussaat.

Höhere TS–Gehalte erleichtern die Ernte und stabilisieren den Futterstock. TS–Gehalte über 33 % und höher sind aufgrund der beginnenden Lignifizierung nicht anzustreben. Was folgt sind Probleme bei der Silierung und meist eine geringere Methanausbeute.

Sorghum wird in Zukunft als Hauptfrucht oder als Zweitfrucht nach Hybridroggen eine wichtige Rolle bei der Sicherstellung der Substratversorgung von Biogasanlagen spielen.

Insbesondere in Regionen, in denen der Maisanbau schon heute aus vielfältigen Gründen an seine Grenzen stößt, stellt Sorghum durch seine positiven Eigenschaften eine echte wirtschaftliche Alternative in der Fruchtfolge dar.


 
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