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Ernte & Aufbereitung

Vom Feld in den Fermenter, aber wie?

Der Anbau und die Ernte von Energierüben für die Biogasanlage unterscheiden sich produktionstechnisch nur in wenigen Punkten vom Zuckerrübenanbau.

Bei der weiteten Verarbeitung der Rüben nach der Ernte spielt die Entsteinung und das Abreinigen von groben Schmutzbestandteilen eine entschiedene Rolle. Dabei haben sich sowohl Trocken- als auch Nassreinigungsverfahren in den letzten Jahren als praxistauglich erwiesen. Erdanhang muss beim Einsatz von Rüben kein generelles Problem für die Biogasanlage darstellen. Es ist zu differenzieren welcher Boden anhängt: Während sich Sandfraktionen aufgrund ihrer Korngröße im Fermenter schneller absetzten, bleiben Ton- und Schluffteilchen durch Rühren und Pumpen meist in der Schwebe und sorbieren an der organischen Substanz im Fermenter. Dies bedeutet, dass die eingebrachte Erde an der organischen Masse bis ins Substratlager der Anlage ausgetragen werden kann, was in der Praxis vielfach bestätigt wurde. Ein möglichst geringer Erdanhang ist dennoch eines der vielfältigen Züchtungsziele der Rübenzüchtung.

Zu beachten ist, dass keine der bewährten Nass- oder Trockenabreinigungstechniken eine vollkommene Erdfreiheit sicherstellen kann. Hier müssen sich die Biogasanlagenbetreiber bewusst sein, dass es generell keine erdfreien Nawaro-Substrate gibt! Auch Grassilagen, GPS, Mais und Gülle oder gar HTK weisen immer gewisse Schmutzanteile auf, man sieht sie nur nicht.

Bevor die Rübe den Gärprozess zugeführt wird, sollte eine Zerkleinerung des Rübenkörpers durchgeführt werden, um die Vergärung zu fördern und einem Verstopfen von Leitungen oder Pumpen entgegen zu wirken. In Abhängigkeit der gewählten Lagerungsvariante ist dabei eine sofortige Zerkleinerung nach dem Reinigen oder aber ein Zerkleinern erst direkt vor der Einbringung in den Fermenter denkbar. Detaillierte Information zu dem Thema gibt der Punkt „Zerkleinerung“.

 

 
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