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Cercospora-Blattfleckenkrankheit

Erreger
 
Cercospora beticola

 

Symptome
 
Kleine, relativ runde Blattflecken (2–3 mm), in der Mitte hell-grau, mit rotbraunem Rand umgeben. Unter der Lupe erkennt man in einzelnen Flecken graues Pilzmycel mit schwarzen Punkten, den Sporenträgern. Bei starkem Befall fließen die Blattflecken zusammen, so dass ganze Teile der Blattspreite vertrocknen und schließlich zahlreiche Blätter absterben. Parallel kommt es zu Blattneuaustrieb. Zunächst sind nur Schadsymptome auf einzelnen Pflanzen sichtbar, bei Ausbreitung der Krankheit kommt es oft zu Ausbildung von Befallsnestern im Bestand. Die Weiterverbreitung über das gesamte Feld erfolgt durch Regenspritzer und Wind.

 

Cercospora

Beginnender Cercospora-Befall

Cercospora

Zunehmender Cercospora-Befall

Cercospora

Cercospora-Blattfleck mit Sporenträgern

Cercospora

Zusammenfließen der Cercospora-Blattflecken

Cercospora

Cercospora-Starkbefall

  

Biologie des Erregers

Der Pilz überdauert in Sporenform an Pflanzenresten. Dadurch kommt es bei nur kurzen Anbaupausen (enge Fruchtfolge) zur Anreicherung eines größeren Infektionspotenzials im Boden. Symptome zeigen sich bereits nach mehr als 5 Tagen mit einer rel. Luftfeuchte von mindestens 96 % und Temperaturen von 23–27° C. Ein Befall erfolgt besonders bei feuchtwarmer Witterung.


 
Risikofaktoren
 
Feuchtwarme Witterung, Reihenschluss (Veränderung des Mikroklimas im Bestand), hohes Infektionspotenzial aus den Vorjahren, Beregnung


 
Wirtschaftliche Bedeutung
 
Cercospora ist eine der wichtigsten Blattkrankheiten der Zuckerrübe in den deutschen Anbaugebieten. Vor allem in Süddeutschland, aber auch verstärkt in Norddeutschland kann der Schadpilz deutliche Verluste im Zuckerertrag verursachen.
 
 

Bekämpfung
 
Eine indirekte Bekämpfung erfolgt durch die Wahl blattgesunder Sorten und Anbau der Rüben in mindestens 3-jähriger Fruchtfolge. Fungizide Wirkstoffe sind vorhanden, deren Einsatz unter Berücksichtigung von Schadensschwellen erfolgt.


 
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