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Ramularia-Blattfleckenkrankheit

Erreger
 
Ramularia beticola

 

Symptome
 
Größere, nicht gleichmäßig runde, manchmal auch eckige Blattflecken (4–10 mm), heller und unregelmäßiger in der Umrandung als bei Cercospora, in der Mitte von graubrauner bis weißgrauer Farbe. Das Gewebe im Inneren der Flecken trocknet ein und kann herausbrechen. Unter der Lupe lässt sich bei feuchten Blättern in einzelnen Flecken weißes Mycel erkennen.


 
Biologie des Erregers
 
Der Pilz überdauert auf abgestorbenen Blättern und im Boden, so dass sich durch eine enge Fruchtfolge ein hohes Infektionspotenzial aufbaut. Symptome werden nach 18 Tagen bei Temperaturen zwischen 17–20° C und einer relativen Luftfeuchte von über 95 % sichtbar. Ein Befall erfolgt unter feuchter Witterung. Verbreitung der Sporen geschieht durch Wind und Regenspritzer.
 

 
Risikofaktoren
 
Hohes Infektionspotenzial aus den Vorjahren (enge Fruchtfolge), Beregnung

 

Wirtschaftliche Bedeutung
 
Der Schaderreger tritt in allen Zuckerrübenanbaugebieten auf.

Durch sehr frühen und gleichzeitigen Befall mit anderen Schaderregern kann der Blattapparat der Rübe weitgehend zerstört werden. Der verstärkte Blattneuaustrieb führt zu Verlusten im Zuckerertrag.


 
Bekämpfung
 
Eine indirekte Bekämpfung erfolgt durch die Wahl blattgesunder Sorten. Fungizide Wirkstoffe sind vorhanden.

 

 

Ramularia - Blattfleckenkrankheit (Ramularia beticola)

Ramularia-Blattflecken

Ramularia

Mit Ramularia befallene Pflanze

Ramularia beticola

Weiße Sporenträger in der Mitte der Blattflecken


 
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