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Viröse Vergilbung (BMYV und BYV)

Symptome
 
An den älteren Blättern Aufhellung des Gewebes zwischen den Blattadern. Später Vergilbung, die Blattspreite verdickt sich und wird brüchig. Anfangs tritt die Krankheit nesterweise im Feld auf, später auch flächendeckend.

Milde Vergilbung (BMYV)
Orange-gelbe Verfärbung, häufig Folgebefall mit Schwächepilzen (z.B. Alternaria) und vorzeitiges Absterben der Blätter.

Nekrotische Vergilbung (BYV)
gelbe Verfärbung, später mit kleinen, rötlichen Nekrosen. Mischinfektionen der beiden Virosen sind häufig.


 
Biologie der Erreger
 
Übertragung erfolgt durch Blattläuse (vor allem Grüne Pfirsichblattlaus Myzus persicae, Schwarze Bohnenlaus Aphis fabae). Die Blattläuse nehmen die Viren beim Besaugen infizierter Pflanzen auf. Virusquellen können Gänsefußgewächse (Spinat, Weißer Gänsefuß und Melde), Vogelmiere oder Durchwuchs von Rübenmieten sein.

 

Voraussetzung

Milde Winter und warme Frühjahre begünstigen das Überleben und die rasche Ausbreitung virusübertragender Blattläuse.

 

Risikofaktoren

Anholozyklische Überwinterung der Blattläuse (= Überwinterung als virustragende Blattlaus und nicht als virusfreies Eistadium) in milden Wintern, günstige Frühjahrswitterung. Insektizidresistenz, vermehrter Rapsanbau, da der Raps als Winterquartier dient.

 

Nachweis

ELISA-Test an Blattproben

 

Wirtschaftliche Bedeutung

Früher Befall kann zu erheblichen Mindererträgen führen.


 
Bekämpfung
 
Eine direkte Bekämpfung der Virosen ist nicht möglich. Eine indirekte Bekämpfung ist durch eine chemische Bekämpfung der Vektoren mit zugelassenen Insektiziden möglich (über Saatgutausstattung mit Insektiziden sowie über Spritzapplikation). Unbedingt ist der amtliche Warndienst für Blattläuse zu beachten!

 

Viröse Vergilbung

Viröse Vergilbung tritt zunächst nesterweise auf

Viröse Vergilbung

Viröse Vergilbung, auch BMYV und BYV genannt


 
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