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Unterfußdüngung

Unterfußdüngung
Unterfußdüngung

Die Unterfußdüngung ermöglicht die Bereitstellung schnell pflanzenverfügbarer Nährstoffe in direkter räumlicher Nähe zur jungen Maispflanze. Dadurch wird die Gefahr von Mangelsituationen im Frühjahr reduziert, die Entwicklung der Pflanze erfolgt in der Regel ungehindert.

Mais weist in der Jugendentwicklung besonders unter kalten Bedingungen ein schlechtes Phosphataneignungsvermögen auf. Trotz des geringen Bedarfs in der Jugendentwicklung darf es zu keiner Unterversorgung kommen. Eine ausreichende Phosphat-Versorgung ist am besten durch eine Unterfußdüngung zusammen mit einer Startstickstoffgabe (in Form von Ammonium) zu erreichen.

Folgende Gesichtspunkte sind bei der Unterfußdüngung zu beachten:

  • Der Düngebedarf nimmt mit steigender Bodenversorgung ab.
  • Auf leichten, humusarmen Sandböden ist der Bedarf wegen des schlechteren Nährstofftransformationsvermögens tendenziell höher als bei Böden mit höheren Tongehalten.
  • Für eine gute Verfügbarkeit des Bodenphosphates ist es wichtig, dass die Bodenstruktur und der pH-Wert in Ordnung sind.
  • Eine gewisse N-Gabe über den Unterfußdünger ist sinnvoll, um besonders in regenreichen Frühjahren die N-Versorgung der jungen Maispflanzen zu sichern. In der Regel reichen 15-30 kg N/ha. Dieser Stickstoff ist bei der Kalkulation des N-Düngebedarfes zu berücksichtigen.
  • N muss in Form von Ammonium vorliegen.
  • Kein Chlorid oder Carbonat in die Unterfußdüngung.

Die positive Beeinflussung der Bestandesentwicklung durch eine Unterfußdüngung kann sich rasch ins Gegenteil verkehren, wenn die Düngerschare nicht ordnungsgemäß eingestellt sind. Das Düngerband muss 5 cm neben und 5 cm unterhalb der Saatkörner abgelegt werden, damit keine Salzschäden am Keimling auftreten.

 

Ideale räumliche Platzierung des Düngers

Platzierung Dünger

 


 
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