Daten-Highway umgeht Dörfer
Berlin, 7. August 2002. Die Deutsche Telekom AG will ländliche Regionen, die bislang nicht an das so genannte DSL-Netz angeschlossen sind, auch künftig nicht mit der neuen Technik ausstatten. Der Ausbau in abgelegenen Gebieten ist nach den jüngsten Finanzplänen des ehemaligen Staatsunternehmens nicht mehr vorgesehen. Verglichen mit einem gewöhnlichen ISDN-Anschluss hat die DSL-Technik einen entscheidenden Vorteil: Mit ihr lässt sich schneller im Internet surfen und Daten können wesentlich rascher ausgetauscht werden.
Bauernverband protestiert
Die Deutsche Telekom hat jetzt mehrere tausend Anträge abgelehnt. Die betroffenen Kunden leben jenseits großer Ballungsräume. Sie wollen an das DSL-Netz angeschlossen werden – das Unternehmen mit dem T-Logo verweigerte ihnen das. Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht dadurch den ländlichen Raum in seinen Entwicklungschancen deutlich geschwächt. Zukunftstechnologien, heißt es vom DBV, dürften keinen Bogen um periphere ländliche Regionen machen.