Umschichten für die Flutopfer
Spezielle Maßnahmen für die Landwirtschaft
Für Landwirte in den hochwassergeschädigten Gebieten sollen die Direktzahlungen vorgezogen werden. Darüber hinaus will die Union den Weg dafür frei machen, dass dort stillgelegtes Brachland wieder für den Anbau genutzt werden darf. Deutschland, Österreich und das ebenfalls von Dauerregen heimgesuchte Großbritannien haben bereits entsprechende Anträge gestellt. Zusätzlich wird in Brüssel darüber nachgedacht, den Landwirten die Interventionsbestände an Getreide zu öffnen. Die Mitgliedsstaaten dürfen nach geltendem EU-Recht gesonderte Beihilfen an landwirtschaftliche Betriebe zahlen, die besonders stark unter den Produktionsausfällen leiden. In den so genannten benachteiligten Gebieten muss sich die Erzeugung dafür um mindestens zwanzig Prozent verringert haben. Für alle übrigen Regionen liegt der Schwellenwert bei 30 Prozent.
Um die verheerenden Hochwasserschäden in der Tschechischen Republik wenigstens teilweise auszugleichen, werden Gelder aus den Programmen PHARE (Poland and Hungary: Action for the Restruction of the Economy ) und ISPA (Instrument for Structural Policies for Pre-Accession bereitgestellt. Die beiden seit längerem bestehenden Programme sollen die beitrittswilligen MOEL auf die EU-Mitgliedschaft vorbereiten.