Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2002 Landwirtschaftliche Rentenlast steigt weiter

Landwirtschaftliche Rentenlast steigt weiter

Kassel, 12. September 2002. Bei den Alterskassen für Landwirte hat sich das statistische Verhältnis von Beitragszahlern und Rentenempfängern in 2001 erneut verschlechtert. Die monatlichen Zahlungen der Landwirte an ihre Rentenkassen haben sich seit den 80er Jahren vervierfacht.

Bundeszuschuss über Agrarhaushalt
Nach Angaben des Gesamtverbandes der landwirtschaftlichen Alterskassen sank die Zahl der Beitragspflichtigen in 2001 um mehr als sieben Prozent auf rund 360.000. Die Zahl der Rentenbezieher blieb mit etwa 579.000 Personen nahezu unverändert. Mittlerweile entfallen auf jeden noch beruflich aktiven Landwirt etwa 1,6 Empfänger von Altersruhegeld. Die so aufgebrachten Mittel reichen jedoch bei weitem nicht aus: Den 1,52 Mill. DM Beitraggeldern standen zuletzt fast 4,5 Mill. DM Bundeszuschüsse gegenüber. Anders als die meisten staatlichen Sozialleistungen für spezifische Berufsgruppen, werden diese Bundesmittel derzeit jedoch dem Agrarhaushalt und nicht dem Sozialbudget zugeordnet. Einige Interessenverbände fordern daher, durch den Strukturwandel bedingte Defizite nicht alleine über den Landwirtschaftsetat abzudecken.

 

 

Landwirte arbeiten länger

Wiesbaden, 16. November 2002. Was viele Bauern schon immer vermutet haben, belegt das Statistische Bundesamt, Wiesbaden jetzt durch zuverlässige Daten: Verglichen mit anderen Selbstständigen haben die Landwirte wesentlich längere Wochenarbeitszeiten.
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