Fischler zweifelt an Verhandlungschancen
Verhandlungspatt in Genf
Fischler reichen die laufenden diplomatischen Diskussionen in Genf nicht aus. Auf dem informellen Agrarministerrat in Nyborg betonte er vergangene Woche, dass darüber hinaus ein deutlicher politischer Impuls notwendig sei. Damit wie geplant weitere Handelshemmnisse abgebaut werden können, plädiert Fischler für eine so genannte „Mini-Ministerkonferenz“ im kommenden Februar. Zu einem solchen Meeting kämen dann nicht alle 144 WTO-Handelsminister, sondern lediglich Repräsentanten aus 20 bis 30 Staaten. Nach den ursprünglichen Plänen der Doha-Verhandlungsrunde sollen spätestens im März 2003 erste Ergebnisse vorliegen.
Fischler ist vor allem wegen der jüngsten Ergebnisse in Genf misstrauisch. Vor kurzem hatte sich dort beim sehr wichtigen Thema Marktzugang eine Pattsituation ergeben: Die eine Hälfte der Arbeitsgruppe will Einfuhrzölle gleichmäßig abbauen. Die andere fordert, dass Staaten mit sehr hohem Außenschutz ihre Handelsbarrieren deutlich stärker abbauen.