Erneut weniger Schlepper zugelassen
Immer deutlicher zeigt sich, dass der Boom nach der Wende nur einen jahrzehntelangen Abwärtstrend unterbrochen hat. Mittlerweile ist auch im Osten der Grundbedarf gedeckt. Das erste Halbjahr 2002 beurteilen die Agrartechnik-Unternehmen jedoch verhalten positiv. Während der Markt jetzt wieder abschwächt, konnte bis Juni 2002, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum, immerhin ein Plus von 12 Prozent verbucht werden
Größere Motoren und mehr Gebrauchtmaschinen
Da die Durchschnittsgröße der neu zugelassenen Schlepper kontinuierlich zunimmt, können die Landtechnik-Hersteller ihre geringeren Stückzahlen dadurch teilweise kompensieren. Etwa jeder fünfzehnte Traktor, den die deutschen Bauern neu kaufen, bringt 180 oder mehr PS auf den Acker. Gut 40 Prozent haben eine Motorleistung zwischen 41 bis 100 PS. Schlepper mit weniger als 40 Pferdestärken verlieren überproportional stark an Marktanteilen.
Immer wichtiger werden die ausländischen Absatzmärkte. Schon jetzt werden zwei Drittel der in Deutschland produzierten Landtechnik jenseits der Landesgrenzen eingesetzt, denn die heimischen Landwirte setzen verstärkt auf Gebrauchtmaschinen. Inzwischen kommen auf jeden erstmals zugelassenen Schlepper fast doppelt so viele Besitzumschreibungen. Der Gesamtbestand an Traktoren sank in den neunziger Jahren von mehr als 1,3 Millionen auf knapp eine Million.