Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2002 Frankreich und Deutschland weiterhin uneins

Frankreich und Deutschland weiterhin uneins

Paris, 16. Oktober 2002. Bundeskanzler Gerhard Schröder und Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac konnten sich Anfang der Woche nicht auf eine gemeinsame Linie bei den Agrar-Subventionen einigen. Vor allem die Höhe der Fördermaßnahmen bleibt weiterhin strittig.

Fahrplan EU-Osterweiterung gefährdet
Ursprünglich hatte die Bundesregierung gefordert, dass in der laufenden Agenda-Periode bis 2006 Mittel eingespart werden sollen. Dem hatte Frankreich stets widersprochen. Mittlerweile arbeitet Deutschland darauf hin, wenigstens ab 2007 die Agrar-Subventionen zu verringern. Ob das gelingt, ist genauso so offen wie die Frage, ob Deutschland in der kommenden Woche beim Brüsseler EU-Gipfel dem Agrarkapitel der EU-Osterweiterung zustimmt. Spätestens zum Gipfel in Kopenhagen im Dezember will Deutschland den Streit beilegen. Dies wäre aber dann zu spät für den Fahrplan der EU-Osterweiterung: Bis jetzt ist vorgesehen, dass die Verhandlungen mit den zehn Beitrittskandidaten zum Jahresende abgeschlossen sind. Schröder und Chirac wollen deshalb zum Auftakt des Brüsseler EU-Gipfels erneut miteinander reden.

 

 

Fischler zweifelt an Verhandlungschancen

Nyborg, 16. September EU-Agrarkommissar sieht den Verhandlungserfolg der aktuellen WTO-Runde gefährdet. Im November 2001 hatte sich die Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) in Doha, der Hauptstadt des Golfstaates Katar, auf eine neue Verhandlungsrunde geeinigt. 
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