Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2002 Beachtliche Preisunterschiede in Europa

Beachtliche Preisunterschiede in Europa

Luxemburg, 31.Oktober 2002. Europas Konsumenten müssen für ihre Nahrungsmittel unterschiedlich tief in die Tasche greifen. Was jeder im Ausland spürt, belegt das Europäische Amt für Statistik (Eurostat) jetzt mit umfangreichem Zahlenmaterial. Eurostat hat jeweils Kaufkraft und Wechselkurs mit dem EU-Durchschnitt verglichen. 

Teurer Norden
Die Behörde ermittelte das Preisniveau in der EU, der Europäischen Freihandelszone EFTA sowie  den mittel- und osteuropäischen EU-Beitrittsländern (MOEL). Generell ist dabei ein Gefälle von Nord nach Süd beziehungsweise von Ost nach West deutlich erkennbar. Wird der EU-Durchschnitt mit einem Preisindex von 100 zu Grunde gelegt, leben innerhalb der Gemeinschaft die Dänen am teuersten.  Hier erhält der europaweit vergleichbare Lebensmittel-Warenkorb den Index 128. Ähnlich teuer sind Schweden, Finnland und Irland, wo die entsprechenden Werte etwa bei 112 liegen.

Günstiger Süden
Am Mittelmeer scheint nicht nur häufiger die Sonne: Griechenland, Spanien und Portugal sind bei den Nahrungsmittelpreisen fast 20 Punkte günstiger als der Durchschnitt. Andere EU-Staaten wie Deutschland (101), Großbritannien (103) und Österreich (104) nähern sich dem Mittelwert von oben. Frankreich wird jedoch mit 110 wesentlich höher beurteilt. Belgier und Italiener sind hinsichtlich des  Preisniveaus vollkommen durchschnittliche EU-Bürger. Holland (96) ist dagegen relativ preiswert.
Richtig teuer wird es in der EFTA: In Norwegen kommt der Warenkorb auf satte 154, die Schweiz und Island liegen ein wenig darunter. Deutlich unter dem EU-Level bewegen sich erwartungsgemäß die MOEL. Der polnische Index (58) und jener Tschechiens (53) sind besonders niedrig. Malta, Zypern und Slowenien rangieren auf Höhe preisgünstiger EU-Mitglieder.

 

 

EU will Subventionen senken

Brüssel, 20. Dezember 2002. Die EU-Kommission will der Welthandelsorganisation WTO  in den laufenden Agrargesprächen verringerte landwirtschaftliche Subventionen anbieten. Zuvor müssen dem aber die EU-Mitgliedsstaaten zustimmen.
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