Steuerschraube wird fester gedreht
Berlin, 21 November 2002. Das Bundeskabinett steht zu seinem Beschluss, landwirtschaftliche Vorprodukte künftig stärker zu besteuern. Demnach sind hierfür demnächst 16 Prozent Umsatzsteuer fällig.
Gärtnereien besonders betroffen
Laut dem Deutschen Bauernverband wird durch die geplante Gesetzesänderung die bisherige pauschalisierte Umsatzsteuer für land- und forstwirtschaftliche Betriebe faktisch abgeschafft. Besonders hart dürfte sich das für Blumen- und Zierpflanzenerzeuger auswirken: Hier wirkt die schwache Konjunktur bereits seit längerem sehr negativ. Selbst Bündnis 90/Die Grünen betrachten den Entwurf in diesem Punkt als problematisch.
Die Bundesregierung will nach eigenen Angaben die pauschalisierte Einkommens- und Umsatzsteuer für die Landwirtschaft nicht abschaffen. Allerdings soll die Vorsteuerpauschale von 9 auf 7 Prozent abgesenkt werden.