Direktzahlungen weiter strittig
Wien, 4. Dezember 2002. Die EU hat sich mit den mittel- und osteuropäischen Beitrittsländern (MOEL) weitestgehend auf landwirtschaftliche Produktionsquoten geeinigt. Laut EU-Agrarkommissar Franz Fischler gilt das auch für die ländliche Entwicklungspolitik. Während eines Vortrags im Wiener Management Club wies Fischler jedoch darauf hin, dass die Höhe der Direktzahlungen weiterhin ungeklärt ist.
MOEL wachsen kräftig
Die dänische EU-Präsidentschaft hatte kürzlich ein neues Verhandlungspaket präsentiert und dabei unter anderem höhere Agrarbeihilfen vorgeschlagen. Das neue Angebot, in dem es nicht nur um Agraraspekte geht, wäre jedoch 1,3 Mrd. EURO teuerer als im Oktober auf dem EU-Gipfel in Brüssel vereinbart. Einige Mitgliedsstaaten wollen das nicht akzeptieren. Dänemark verhandelt darüber derzeit mit den nationalen Regierungen.
Die Wirtschaft in den MOEL wächst übrigens kräftig: während der vergangenen beiden Jahre doppelt so stark wie in der Union. Franz Fischler rechnet damit, dass sich dieser Trend im kommenden Jahr fortsetzt.