Getreide gewinnt – Veredlung verliert
Kritische Prognose
Im jüngsten Beobachtungszeitraum hat sich der Gewinn pro Haupterwerbsbetrieb um 6,6 Prozent auf 33.593 Euro reduziert. Aufgrund sinkender Schweinepreise sind die Veredlungsbetriebe hiervon besonders stark betroffen. Die Ackerbaubetriebe profitierten dagegen von der exzellenten Getreideernte 2001 und verzeichneten 2000/01 steigende Gewinne. Da in den neuen Bundesländern der Ackerbau bedeutender ist als im Westen, erzielten die Bauern in Ostdeutschland höhere Durchschnittseinkommen – in der alten Bundesrepublik schrumpften die Gewinne.
Agrar-Ministerin Renate Künast rechnet für das laufende Wirtschaftsjahr mit sinkenden Durchschnittseinkommen für alle landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe: Die Getreideernte 2002 war relativ niedrig, es kam durch das Hochwasser stellenweise zu Totalausfällen und die Schweinepreise dürften sich weiterhin auf niedrigem Niveau bewegen.