Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2003 Getreide gewinnt – Veredlung verliert

Getreide gewinnt – Veredlung verliert

Berlin, 7. Februar 2003. Die Einkommen der deutschen Landwirte sind im Wirtschaftsjahr 2001/02 verglichen mit dem Vorjahr gesunken. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Agrarbericht der Bundesregierung. Allerdings entwickeln sich die Betriebe je nach Region und Produktionsrichtung unterschiedlich.

Kritische Prognose
Im jüngsten Beobachtungszeitraum hat sich der Gewinn pro Haupterwerbsbetrieb um 6,6 Prozent auf 33.593 Euro reduziert. Aufgrund sinkender Schweinepreise sind die Veredlungsbetriebe hiervon besonders stark betroffen. Die Ackerbaubetriebe profitierten dagegen von der exzellenten Getreideernte 2001 und verzeichneten 2000/01 steigende Gewinne. Da in den neuen Bundesländern der Ackerbau bedeutender ist als im Westen, erzielten die Bauern in Ostdeutschland höhere Durchschnittseinkommen – in der alten Bundesrepublik schrumpften die Gewinne.
Agrar-Ministerin Renate Künast rechnet für das laufende Wirtschaftsjahr mit sinkenden Durchschnittseinkommen für alle landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe: Die Getreideernte 2002 war relativ niedrig, es kam durch das Hochwasser stellenweise zu Totalausfällen und die Schweinepreise dürften sich weiterhin auf niedrigem Niveau bewegen.

 

Weltweit kleinere Getreideproduktion

London, 1. September 2003. Der Internationale Getreiderat (IGC) rechnet für die Saison 2003/04 mit geringen Getreideerträgen. Das gilt vor allem für Weizen und Mais.

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