Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2003 Erzeugeranteil sinkt rapide

Erzeugeranteil sinkt rapide

Berlin, 14. Februar 2003. Die Erzeugerpreise werden immer stärker von den Verbraucherpreisen entkoppelt. Laut dem Bundesverbraucherministerium (BMVEL) ist der Anteil der Landwirte seit 1970 deutlich gesunken.

Gestiegene Kaufkraft.
Konnten die Bauern vor 30 Jahren rund die Hälfte der durchschnittlichen Konsumentenpreise als Einnahme verbuchen, so sind es heute nur noch 25 Prozent. Die Untersuchungen des BMVEL basieren auf dem Nettoverdienst eines verheirateten männlichen Industriearbeiters ohne Kinder. Während der letzen zehn Jahre zeigen sich bei einigen Nahrungsmitteln erstaunliche Veränderungen: 1991 musste ein deutscher Arbeiter 30 Minuten für ein Kilogramm Butter tätig sein. Heute reichen 21 Minuten. Ein Kilo Schweinefleisch ist in 37 Minuten verdient – 1991 war dafür eine dreiviertel Stunde notwendig. Ein Kilogramm Brathähnchen konnte sich der Durchschnittsarbeitnehmer vor zehn Jahren nach 18 Minuten Arbeit leisten, aktuell genügen 13 Minuten. Relativ gering ist die Abweichung für dunkles Mischbrot: Der Wert ist seit 1991 lediglich von 13 Minuten auf 11 gefallen. Es gibt auch Ausnahmen: Für 1000 Gramm Seefisch muss heute länger gearbeitet werden – 72 statt 68 Minuten. Der Gesamtmarkt für Nahrungsmittel umfasste im vergangenen Jahr in Deutschland 143 Milliarden Euro.

 

 

Neues Statistisches Jahrbuch

Berlin, 8. Januar 2003. Vor kurzem ist das 46. "Statistische Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2002" erschienen. Das vom Bundesverbraucherministerium (BMVEL) herausgegebene Werk enthält laut BMVEL in komprimierter Form Daten zu allen Bereichen der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft in Deutschland und der EU.
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