Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2003 Bundesrat gegen Modulationsgesetz

Bundesrat gegen Modulationsgesetz

Berlin, 11. April 2003. Der Bundesrat will das Gesetz zur Modulation von Direktzahlungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik  aufheben. In seiner heutigen Sitzung hat er einen entsprechenden Gesetzentwurf  eingebracht.

Aufwand und Kosten
Nach dem aktuellen Modulationsgesetz ist es möglich, die EU-Direktzahlungen an Landwirte um zwei Prozent zu kürzen. Die so eingesparten Mittel müssen in die  Entwicklung des ländlichen Raums  investiert werden. Für die Landwirte gibt es einen Freibetrag von 10.000 Euro.
Es zeichnet sich jedoch immer deutlicher ab, dass die EU-Kommission eine verpflichtende Modulation für alle Mitgliedsstaaten einführen will. Nach Ansicht des Bundesrates ist deshalb ein nationaler Alleingang Deutschlands nicht sinnvoll. Die Länderkammer hält dessen Kosten und Aufwand für zu hoch. Der Bundesrat verweist auf die übrigen EU-Mitglieder: Die haben ihre Modulationen beendet oder erst gar nicht eingefürt.

Der Beschluss des Bundesrates wurde der Bundesregierung vorgelegt. Diese muss den Entwurf innerhalb von
drei Wochen an den Deutschen Bundestag weiterleiten.

 

Die EU-Agrarreform kommt

Brüssel, 26. Juni 2003. Die Agrarreform ist beschlossene Sache. Nach langwierigen Verhandlungen haben sich EU-Landwirtschaftsminister heute auf einen Kompromiss geeinigt.
mehr