Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2003 Schutz für das Jungwild

Schutz für das Jungwild

Bonn, 2 Mai 2003. Im Monat Mai fallen zwei schwierig vereinbare Termine zusammen: die Setzzeit der Rehe und die Wiesenmahd der Landwirtschaft. Der Deutsche Jagdschutzverband (DJV), Bonn,  appelliert daher an die Landwirte, darauf den Rücksicht zu nehmen

Wildscheuchen retten Nachwuchs
Damit Rehe und andere Wildtiere ihre Jungen aus einer zu mähenden Wiese führen, empfiehlt der DJV den Bauern, gemeinsam mit den Jägern Wildscheuchen aufzubauen. Einfache Mülltüten sind hierfür ebenso geeignet wie Blinklichter. Selbst Wecker und Radios sind wirkungsvoll: Die unangenehmen Geräusche halten das Wild fern.
Auch der Nachwuchs von Hase, Fasan und anderen Wiesenbrütern ist durch Kreisel- und Balkenmäher gefährdet, da sich die Jungtiere bei Gefahr fest an den Boden drücken, statt zu fliehen. Auch hier ist Vorbeugung möglich: Kurz bevor die Mähmaschinen anrücken, durchsuchen Jäger, meist mit Jagdhunden oder modernen Infrarot-Wildrettern, die Wiesen.

Richtige Mähtechnik entscheidend
Zudem können durch die richtige Mähtechnik viele Jungtiere gerettet werden: Werden Wiesen von innen nach außen gemäht, bleibt den Tieren eine Fluchtmöglichkeit. Große Feldschläge sollten zudem rundherum angemäht werden.

Für weitere Informationen hat der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Rheinland eine Broschüre herausgeben, die auch im Internet unter: www.jagdnetz.de -> Naturschutz   heruntergeladen werden kann.

 

Jäger erzielen Rekordstrecke

Bonn, 15. Januar. Im vergangenen Jagdjahr erlegten die deutschen Jäger soviel Schwarzwild wie nie zuvor. Der Deutsche Jagdschutzverband in Bonn gab vor Kurzem bekannt, dass in der Saison 2001/2002 rund 530.000 Wildschweine zur Strecke kamen. Das sind 110.000 Tiere mehr als im ebenfalls beachtlichen Jahr 1999/2000.
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