Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2003 Ungewohnte frühe Maisabreife

Trockenheit und Hitze führen zu ungewohnt früher Maisabreife

Einbeck, August 2003: Der Mais kann als wärmeliebende Pflanze mit einem C4-Stoffwechsel die hohen Temperaturen dieses Sommers im Vergleich zu anderen Kulturpflanzen relativ gut ertragen. Trotzdem ist aufgrund der Hitze und der Trockenheit mit zum Teil erheblich vorgezogenen Ernteterminen zu rechnen.

"Schon jetzt weise der Mais aus phänologischer Sicht einen Vorsprung von bis zu 14 Tagen gegenüber dem ebenfalls "frühen" Jahr 2002 auf, bestätigte das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK)".

Im Vergleich zum langjährigen Mittel sind die Temperatursummen zum Teil deutlich erhöht. In Bayern wurde auf einzelnen Standorten bereits ein TS-Gehalt im Korn von 40 % ermittelt und verschiedentlich wurde auch schon mit der Silomaisernte begonnen.

Praktiker sollten ihre Maisbestände intensiv beobachten, um den richtigen Erntezeitpunkt zu treffen. 35 % TS in der Gesamtpflanze sollten bei Silomais nicht überschritten werden, da sonst mit Nacherwärmung im Silo und in der Folge mit Verlusten bei Futterqualität und -menge zu rechnen ist. Besondere Beachtung verdient die Tatsache, dass die Lagerungsdichte – und damit der Anspruch an die Verfestigung der Silagemiete - mit steigender Trockensubstanz steigt. Das SOLL für Lagerungsdichte beträgt bis 33 % GTS 270 kg je Kubikmeter. Bei mehr als 33 % GTS soll die Lagerungsdichte je Prozent Trockensubstanz um 10kg steigen.

 

 

Experten diskutieren über Dürre

Berlin, 11. August 2003. Das Bundes-Landwirtschaftsministerium will mit den Bundesländern über die anhaltende Dürre beraten. Eine Expertenrunde kommt diese Woche zusammen.
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