Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2003 Neuer MKS-Test

Neuer MKS-Test

Tübingen, 11. August 2003. Maul- und Klauenseuche (MKS) kann jetzt zuverlässiger diagnostiziert werden. Tübinger Forscher haben einen Test entwickelt, der zwischen geimpften und infizierten Tieren unterscheidet.

Kann es zukünftig durch Impfungen geschützt werden?
Kann es zukünftig durch Impfungen geschützt werden?

Diagnose sicher – Vermarktung unklar
Die bisherigen MKS-Tests hatten eine große Schwäche: Sie zeigten bei geimpften und bei infizierten Tieren ein positives Ergebnis. Das neue, von der Tübinger Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen der Tiere entwickelte Verfahren reagiert nur noch auf Antikörper, die durch den Kontakt mit lebenden Erregern entstanden sind. Impfstoffe enthalten nur abgetötete Viren. Auf hierdurch vom Immunsystem gebildete Antikörper spricht der neue MKS-Test nicht an.

Zum Schutz vor MKS-Erkrankungen hatten bislang viele Staaten kein Fleisch von geimpften Tieren importiert. Aufgrund der eingeschränkten Untersuchungsmöglichkeiten konnte eine Infektion nicht ausgeschlossen werden. Mit dem Tübinger Verfahren wäre das jedoch machbar. Derzeit ist jedoch noch offen, wann das Pharmaunternehmen Bayer als Industriepartner der Bundesanstalt den neuen Test vermarkten will.

 

Impfen statt Keulen

Luxemburg, 18. Juni. Die EU plant bei der Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche (MKS) einen Kurswechsel: Bei einem erneuten Ausbruch soll im Notfall geimpft werden. Damit will die Gemeinschaft zukünftig Massentötungen von Nutztieren vermeiden.
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