Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2003 Die Bauern im Dorf lassen

Die Bauern im Dorf lassen

Osnabrück, 13. September 2003. In einem Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) hat Staatssekretär Dr. Gerald Thalheim eine Neuorientierung der deutschen Agrarpolitik angedeutet.

Konflikte künstlich geschürt
Laut Thalheim – er ist Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) – gehe es in Zukunft vor allem darum, die Landwirtschaft im Lande zu halten. Zusätzliche Subventionen für den so genannten Öko-Sektor lehnt er nach Angaben der NOZ ab. Der Staatssekretär verweist auf den Haushalt seines Ministeriums: Im kommenden Jahr muss das BMVEL verglichen mit 2003 einen um 7,4 Prozent verringerten Etat hinnehmen. Thalheim fordert von der Politik eine Akzeptanzoffensive, damit die Tierhaltung in den Dörfern bleibe. Aufgrund der allgemeingültigen Qualitätsstandards komme es für ihn nicht darauf an, ob es sich um konventionelle oder ökologische Erzeugung handele. In der Vergangenheit wurde hier nach Thalheims Auffassung von mehreren Seiten ein künstlicher Konflikt geschürt.

 

Keine Reinigungsgebühren im Ort

Münster 10.April 2003. Für landwirtschaftlich genutzte Flächen innerhalb geschlossener Ortschaften müssen Bauern keine Straßenreinigungsgebühren zahlen. Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster entsprach damit der Klage eines Landwirtes.
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