Anbau nachwachsender Rohstoffe weiter ausgedehnt
Darauf hat der Deutsche Bauernverband (DBV) aufmerksam gemacht. Mittlerweile werden auf rund 8 % der Ackerfläche Rohstoffe für Industrie, Chemie und Energiewirtschaft produziert. Auf mehr als 840 000 ha wachsen vor allem Raps, Sonnenblumen sowie stärke-, faser- und zuckerhaltige Pflanzen, die zu wertvollen Energie- und Verarbeitungsstoffen veredelt werden.
Bedeutend ist die Verwertung nachwachsender Rohstoffe für die Gewinnung von pflanzlichen Olen und Fetten. Gerade im chemisch-technischen Bereich sind die Einsatzmöglichkeiten von natürlichen Rohstoffen besonders vielfältig. Die Palette reicht von Farben und Schmierölen über Medikamente bis zu Kosmetikartikeln und Verpackungsmaterialien.
Land- und Forstwirte entwickeln sich immer mehr zu "Energiewirten". Die Wärme- und Stromgewinnung aus Pflanzen ist nach Meinung des DBV zukunftsweisend. Vom Primärenergieverbrauch in Deutschland entfallen fast 3 % auf Bioenergie, die aus Energiepflanzen, Holz, Stroh und Biomasse beziehungsweise Biogas erzeugt werden. Nach Expertenaussagen könnte dieser Anteil auf bis zu 10 % gesteigert werden.