Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2004 Rübenerzeuger bangen um Existenz

Rübenerzeuger bangen um Existenz

Hannover, 1. Oktober 2004. Die geplante Reform der europäischen Zuckermarktordnung könnte die Erlöse der Zuckerrübenbauern um bis zu 1.000 Euro pro Hektar drücken. Damit wären zahlreiche Rübenanbaubetriebe und Zuckerfabriken in ihrer Existenz gefährdet.


Insbesondere in ländlichen Gebieten würden viele Arbeitsplätze im vor- und nachgelagerten Bereich verloren gehen. Auf diese drohende Entwicklung haben das Landvolk Niedersachsen und der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer hingewiesen. 


Bauernproteste gestartet

Mit Protestaktionen in allen Rübenstandorten Deutschlands machen die Landwirte auf die Folgen der geplanten Zuckermarktreform aufmerksam. Allein in Norddeutschland sind nach Berechnungen des niedersächsischen Landvolkes und des Dachverbandes Norddeutscher Zuckerrübenanbauer rund 11.000 Zuckerrüben anbauende landwirtschaftliche Betriebe und rund 2.000 Arbeitsplätze in den Zuckerunternehmen gefährdet. Bei Ertragseinbußen von bis zu 1.000 Euro pro Hektar müssten mittelfristig viele Rübenerzeuger aufgeben. Die verbundenen Arbeitsplätze im vor- und nachgelagerten Bereich stünden in strukturschwachen Gebieten ebenfalls auf dem Spiel.


 

Erste deutsche Bioäthanol-Anlage arbeitet

Zörbig, 30. September 2004. Die erste Anlage zur Produktion von Bioäthanol aus Getreide in industriellem Maßstab ist in Zörbig, Sachsen-Anhalt, eingeweiht worden. Aus 240.000 t bis 300.000 t Roggen werden zwischen 80.000 t bis 100.000 t Bioäthanol hergestellt.
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