Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2004 Agrarminister der Bundesländer für Aufbau einer Bioäthanolproduktion

Agrarminister der Bundesländer für Aufbau einer Bioäthanolproduktion

Warberg, 9. Oktober 2004. Die Agrarminister der Bundesländer befürworten den Aufbau einer Bioäthanolproduktion in Deutschland.

Dies sei eine Chance zur Stärkung des ländlichen Raums und biete Absatzmöglichkeiten für eine immer stärker marktwirtschaftlich orientierte Landwirtschaft einschließlich der vor- und nachgelagerten Bereiche, heißt es im Beschluss, den die Ressortchefs im Rahmen der Agrarministerkonferenz in Warberg gefasst haben

Leistungsfähige Produktion in Deutschland

Anerkennung fand bei den Ministern, dass die seit dem 1. Januar 2004 geltende Steuerbefreiung für Biotreibstoffe und Gemische Investitionen in die Bioäthanolerzeugung ermöglicht. Die Voraussetzung für den Aufbau einer leistungsfähigen heimischen Bioäthanolproduktion sehen die Agrarminister in einer "angemessenen Regulierung" von Drittlandsexporten. Das Bundeslandwirtschaftsministerium wurde aufgefordert, sich sowohl in den Verhandlungen im Rahmen der Welthandelsorganisation als auch mit den Mercosur-Staaten um ein Freihandelsabkommen für eine solche Regulierung einzusetzen. Darüber hinaus müsse durch Anpassungen der branntweinmonopolrechtlichen Regelungen gewährleistet werden, dass bestehenden landwirtschaftlichen Brennereien ein Eintritt in den Biokraftstoffmarkt ermöglicht werde.

 

 

Erste deutsche Bioäthanol-Anlage arbeitet

Zörbig, 30. September 2004. Die erste Anlage zur Produktion von Bioäthanol aus Getreide in industriellem Maßstab ist in Zörbig, Sachsen-Anhalt, eingeweiht worden. Aus 240.000 t bis 300.000 t Roggen werden zwischen 80.000 t bis 100.000 t Bioäthanol hergestellt.
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