Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2004 Verbraucher besser über Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen informieren

Verbraucher besser über Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen informieren

Chemnitz, 14. Oktober 2004. Versäumnisse bei der stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe hat der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Gerald Thalheim, eingeräumt. In der Vergangenheit seien zu oft neue Produkte entwickelt worden, deren Markteinführung nicht gesichert sei.


Raps - ein wichtiger Nachwachsender Rohstoff
Raps - ein wichtiger Nachwachsender Rohstoff

Erfordernisse des Marktes beachten

Als häufigste Ursache für den ausbleibenden Markterfolg von Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen nannte der Staatssekretär anlässlich der Einweihung einer Biogaspilotanlageanlage den Preisnachteil sowie eine teilweise mangelnde Informationspolitik gegenüber den Verbrauchern. Hinzu kämen unzureichende ordnungspolitische Rahmenbedingungen, etwa im Bereich der Biokunststoffe. Thalheim kündigte eine entsprechende Ausgestaltung des Abfall- und Verpackungsrechts an. In Deutschland könnten mittelfristig bis zu 10 Prozent des jährlichen Kunststoffverbrauchs durch Erzeugnisse auf pflanzlicher Basis gedeckt werden.

Nach Einschätzung des Staatssekretärs geben zahlreiche Entwicklungen und Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen trotz bestehender Probleme Anlass zu berechtigten Hoffnungen. Dazu zählten insbesondere naturfaserverstärkte Werkstoffe und Bioverbunde. Neben der eigentlichen Werkstoffentwicklung sieht Dr. Thalheim in der Veröffentlichung der Rohstoff- und Werkstoffeigenschaften ein entscheidende Mittel für den wirtschaftlichen Erfolg. Mittels einer Kennwertdatenbank gebe es seit kurzem ein geeignetes Instrument, um den Transfer von Wissen und Fachinformationen über den Einsatz von Verbundfaserwerkstoffen deutlich zu verbessern.

 

Künast wirbt für Einsatz von Naturbaustoffen

Münster, 14. September 2004. Anlässlich des Seminars "Bauen und Wohnen mit nachwachsenden Rohstoffen" warb Bundeslandwirtschaftsministerin Künast für Bauprodukte aus Nachwachsenden Rohstoffen.
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