Kein Risiko durch Mutterkorn in Roggen
Die Mühlenwirtschaft habe sich in den letzten Jahren kontinuierlich und verstärkt darum bemüht, durch optimierte Reinigungsverfahren und den Einsatz modernster Technologien die auf dem Feld gewachsene Mutterkornbelastung weitestgehend zu minimieren, so der VDM. Allerdings hätten die extreme Trockenheit und Hitze des Sommers 2003 mit ihrer großen Bandbreite im Befall besonders hohe Anforderungen gestellt. Die Abtrennung von Mutterkörnern mit physikalischen Methoden sei insbesondere bei Partien mit sehr vielen zerbrochenen Körnern schwierig. So erscheint es nach Darstellung des Verbandes auch erklärlich, dass trotz größtmöglicher Sorgfalt über teilweise leicht erhöhte Analysenwerte in Roggenmehlen aus der Ernte 2003 berichtet wird. Allerdings kämen Produkte aus Roggenpartien mit deutlich überhöhten Mutterkornanteilen entsprechend einer Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung in der Regel gar nicht erst in den Verkehr.
Bei Getreide der diesjährigen Ernte sei nicht mit Mutterkornproblemen zu rechnen, wie erste Ergebnisse der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel im Rahmen ihrer Besonderen Ernteermittlung zeigen, für die bundesweit repräsentative Proben untersucht werden.