Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2004 Kein Risiko durch Mutterkorn in Roggen

Kein Risiko durch Mutterkorn in Roggen

Bonn, 18. Oktober 2004. Deutsches Roggenmehl stellt kein gesundheitliches Risiko für die Bevölkerung dar. Das hat der Verband Deutscher Mühlen (VDM) klargestellt. Schon immer habe es zu den Hauptaufgaben verantwortungsvoller Getreidemühlen gehört, möglicherweise mit Mutterkorn belastete Getreidepartien zu erkennen und sicher von der Verarbeitung auszuschließen.

Die Mühlenwirtschaft habe sich in den letzten Jahren kontinuierlich und verstärkt darum bemüht, durch optimierte Reinigungsverfahren und den Einsatz modernster Technologien die auf dem Feld gewachsene Mutterkornbelastung weitestgehend zu minimieren, so der VDM. Allerdings hätten die extreme Trockenheit und Hitze des Sommers 2003 mit ihrer großen Bandbreite im Befall besonders hohe Anforderungen gestellt. Die Abtrennung von Mutterkörnern mit physikalischen Methoden sei insbesondere bei Partien mit sehr vielen zerbrochenen Körnern schwierig. So erscheint es nach Darstellung des Verbandes auch erklärlich, dass trotz größtmöglicher Sorgfalt über teilweise leicht erhöhte Analysenwerte in Roggenmehlen aus der Ernte 2003 berichtet wird. Allerdings kämen Produkte aus Roggenpartien mit deutlich überhöhten Mutterkornanteilen entsprechend einer Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung in der Regel gar nicht erst in den Verkehr.

Bei Getreide der diesjährigen Ernte sei nicht mit Mutterkornproblemen zu rechnen, wie erste Ergebnisse der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel im Rahmen ihrer Besonderen Ernteermittlung zeigen, für die bundesweit repräsentative Proben untersucht werden.

 

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