Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2004 Starke Nachfrage lässt Biodiesel knapp werden

Starke Nachfrage lässt Biodiesel knapp werden

Hannover, 3. November 2004. Die Versorgungslage beim Biodiesel bleibt angespannt. Daran hat auch die diesjährige sehr gute Rapsernte nichts geändert. Wie das Landvolk Niedersachsen mitteilt, ist zwar mit der neuen, überdurchschnittlich hohen Erntemenge ausreichend Rohstoff für die Biodieselherstellung vorhanden, die Produktionsanlagen laufen jedoch permanent an der Kapazitätsgrenze.

Derzeit bestehen in Deutschland Produktionskapazitäten von insgesamt gut 1,1 Mio. t Biodiesel. Niedersachsen steuert dazu rund 140.000 t bei. Weitere Anlagen mit einer Kapazität von insgesamt 530.000 t befinden sich im Bau, so das Landvolk. Trotzdem kann derzeit eine zusätzliche Nachfrage kaum bedient werden. Mit der Möglichkeit der Beimischung von maximal 5 Prozent zu mineralischem Diesel hat die Nachfrage nach Biodiesel seit Jahresbeginn kräftig zugenommen. Auch der deutliche Anstieg der Dieselpreise hat zu diesem Aufschwung beigetragen. Insbesondere Großabnehmer wie Speditionen setzen aus Kostengründen immer mehr auf den alternativen Treibstoff. Vom Durchbruch des Biodiesels profitiert auch die Landwirtschaft, denn die gute Biodieselnachfrage stützt maßgelblich die Erlöse für den Raps. Aufgrund des steigenden Bedarfs geht das Landvolk davon aus, dass sich der Rapsanteil in den Fruchtfolgen weiter erhöht.

 

 

Erste deutsche Bioäthanol-Anlage arbeitet

Zörbig, 30. September 2004. Die erste Anlage zur Produktion von Bioäthanol aus Getreide in industriellem Maßstab ist in Zörbig, Sachsen-Anhalt, eingeweiht worden. Aus 240.000 t bis 300.000 t Roggen werden zwischen 80.000 t bis 100.000 t Bioäthanol hergestellt.
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