Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2004 DLG sieht Signale für Aufschwung in der Agrarwirtschaft

DLG sieht Signale für Aufschwung in der Agrarwirtschaft

Hannover, 9. November 2004. Deutliche Zeichen des Aufschwungs in der deutschen und europäischen Agrarwirtschaft sieht der Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), Phillip Freiherr von dem Busche.


Im Rahmen der EuroTier 2004 begründete er diesen Optimismus damit, dass sich die Märkte teilweise stabilisieren wie bei der Milch. Zum Teil erholen sie sich sogar bereits deutlich wie bei den Schweinen. Gleichzeitig haben weltweit hervorragende Ernten dazu beigetragen, dass die Futterkosten auf ein günstigeres Niveau gefallen sind.

Der Präsident betonte die dringende Notwendigkeit dieser Erholung. Die landwirtschaftlichen Betriebe brauchen dringend eine wirtschaftliche Stärkung, um in wettbewerbsfähige Einheiten investieren zu können. Nur mit Produktionsfortschritten können die Landwirte auf ständig abnehmende Preise für Lebensmittel reagieren. Keinen Zweifel lässt Freiherr von dem Busche daran, dass der landwirtschaftliche Familienbetrieb auch unter den Bedingungen des weltweit immer schärferen Wettbewerbs eine Chance hat. Zwar sehen sich die bäuerlichen Betriebe einer zunehmenden Konkurrenz international agierender Agrarkonzerne gegenüber, deren Vorteil darin besteht, auf den Zukunftsmärkten schnell und in ausreichender Menge agieren zu können. Trotzdem sind nach Meinung des DLG-Präsidenten die Chancen für gut strukturierte Familienbetriebe nach wie vor ausgezeichnet. Diese Betriebsform hat handfeste ökonomische Vorteile, wie bessere Leistungen, hoch motivierte Familien-Arbeitskräfte, Identifikation und Flexibilität im Arbeitsprozess, solide Finanzierung und den heimischen Markt. Dazu kommen die Akzeptanz der Verbraucher für die heimische Erzeugung und die Berücksichtigung von mehr Tierschutz, Umweltschutz und Produktqualität als auf dem Weltmarkt üblich. Für manche Betriebe ergeben sich zusätzlich neue Wertschöpfungsmöglichkeiten auf regionalen Nischen märkten.

 

Starke Nachfrage lässt Biodiesel knapp werden

Hannover, 3. November 2004. Die Versorgungslage beim Biodiesel bleibt angespannt. Daran hat auch die diesjährige sehr gute Rapsernte nichts geändert. Wie das Landvolk Niedersachsen mitteilt, ist zwar mit der neuen, überdurchschnittlich hohen Erntemenge ausreichend Rohstoff für die Biodieselherstellung vorhanden, die Produktionsanlagen laufen jedoch permanent an der Kapazitätsgrenze.
mehr