Resistenzen gegen Antibiotika eingrenzen
Berlin, 16. November 2004. Um die Antibiotikaresistenzen bei Mensch und Tier zurückzudrängen, sollen Monitoring-Programme, die bereits bei erkrankten Tierbeständen durchgeführt werden, auf scheinbar gesunde Populationen ausgedehnt werden. Das forderte der Präsident des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Dr. Christian Grugel, im Rahmen des Symposiums "Risikomanagement zur Begrenzung von Antibiotikaresistenzen".
Die von unabhängigen Stellen durchgeführten Untersuchungen konzentrieren sich auf Keime für die häufig vorkommenden Atemwegserkrankungen bei Rind und Schwein sowie für Mastitis. Faktoren, die zu einer Selektion und Ausbreitung resistenter Bakterien im Tier beitragen, sind laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) unter anderem die Massenmedikation ganzer Herden, die subtherapeutische Dosierung von Antibiotika und eine anhaltende antibiotische Behandlung. Das Bundesinstitut fordert stattdessen, dass durch entsprechende Hygiene- und Impfmaßnahmen präventiv die Tiergesundheit verbessert wird. Außerdem sollten antimikrobiell wirksame Substanzen in der Tierproduktion gezielter eingesetzt werden.