Schlachtviehpreise über Vorjahresniveau
Bonn, 23. Dezember 2004. Die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) sieht günstige Voraussetzungen für eine rentable Schweinemast in Deutschland. Obwohl Agrarreform und Prämienentkoppelung eine Vorhersage erschweren, erwartet die ZMP für Jungbullen und Schlachtkühe stabile Erzeugerpreise, für Schlachtkälber sowie für Schweine leichte Abschläge. Von den Kälbermästern abgesehen werden die Landwirte nach ZMP-Berechnungen für Schlachtvieh aber weiterhin spürbar mehr bekommen als vor Jahresfrist.
Prognosen zur Angebots- und Preisentwicklung am Schlachtrindermarkt zu Beginn 2005 sind nach Auskunft der ZMP schwierig, da die Folgen der Agrarreform verbunden mit der Prämienentkoppelung im Schlachtviehbereich noch nicht genau abzuschätzen sind. Für sicher hält es die Markt- und Preisberichtstelle, dass die deutsche Erzeugung an Rind- und Kalbfleisch in 2005 abnehmen wird. Vor allem kleine Erzeuger werden nach Einschätzung der ZMP aus der Rindfleischproduktion aussteigen. Das Jungbullenangebot in Deutschland wird im Januar trotz der Übergangsregelung bei der Sonderprämie vergleichsweise begrenzt ausfallen. Stabile, vielleicht sogar leicht festere Auszahlungspreise für Jungbullen hält die ZMP daher für möglich und rechnet mit einem Preisvorsprung zwischen vier und fünf Prozent ist in den ersten Monaten.