Entsorgungsaktion für Pflanzenschutzmittel gestartet
Frankfurt/M., 13. Februar 2006. Ab sofort sind in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und in Schleswig-Holstein die ersten Sammelstellen für die Rücknahme nicht mehr gebrauchsfähiger Pflanzenschutzmittel geöffnet. Das teilt der Industrieverband Agrar (IVA) mit. Bundesweit werden bis zum 30. April 2006 etwa 160 solcher Sammelpunkte beim Pflanzenschutzhandel eingerichtet.
Handel und Anwender sind aufgefordert, ihre Bestände zu prüfen, um sie sich gegebenenfalls rechtzeitig um einen Abliefertermin in ihrer Nähe kümmern können. Zurückgenommen werden nach IVA-Angaben alle Pflanzenschutzmittel, deren Anwendung in Deutschland generell verboten ist, die keine Zulassung mehr haben oder bei denen nach dem Ende der Zulassung die Aufbrauchfrist abgelaufen ist. In Zweifelsfällen gibt der amtliche Pflanzenschutzdienst Auskunft. Für die Rücknahme wird eine Gebühr von 2,50 Euro pro Kilogramm zuzüglich Mehrwertsteuer erhoben, so der Industrieverband weiter. Die Bezahlung kann nur im Lastschriftverfahren erfolgen. Rechnung und Quittung werden nach erfolgreicher Abbuchung zugestellt. An der Sammelstelle wird ein Übernahmeschein ausgefertigt, der die ordnungsgemäße Entsorgung der Produkte bestätigt. Rechnung und Übernahmeschein können jeweils nur auf den Anlieferer ausgestellt werden. Gibt er Ware von mehreren Betrieben ab, ist eine getrennte Rechnungsstellung und Übernahmebestätigung nicht möglich.