Biogas ins Erdgasnetz ?
Das Erneuerbare Energien Gesetz macht es zwar wirtschaftlich, mit Biogasanlagen Strom zu gewinnen, die dabei ebenfalls entstehenden Wärme wird aber nur selten sinnvoll genutzt. Die Einspeisung ins Erdgasnetz könnte eine Alternative bieten, so die FNR. Denn dabei werde der Ort der Nutzung verlagert. Das Gas wird gereinigt, auf Erdgasqualität aufbereitet und in ein bestehendes Netz eingespeist. Einmal im Netz, ließe es sich über beliebige Distanzen transportieren und beispielsweise dort verstromen wo auch ein Wärmeabnehmer zur Verfügung steht. Wenngleich das Verfahren funktioniert, macht es nach Information der FNR nicht immer wirklich Sinn. Nicht überall ist das Gasnetz so flächendeckend verbreitet, dass ein Anschluss einfach möglich ist, und je nach Region sind ganz unterschiedliche Gasqualitäten nötig. Schließlich rentiere sich auch die kostspielige Gasaufbereitung erst ab einer gewissen Anlagengröße.
Die von der Fachagentur vorgelegte Studie soll bei der Entscheidung helfen, ob und in welchem Fall die Aufbereitung und Einspeisung Sinn machen. Sie erörtert nicht nur die technischen Hintergründe, sondern macht auch Aussagen zu den regionalen Potenzialen des Biogases als Netzgas. Das Fazit der Studie: die Einspeisung ins Erdgasnetz macht vor allem für größere Anlagen Sinn. Denn erst dort rentiert es sich, in die nötigen Aufbereitungstechniken zu investieren. Die gesamte Studie ist über die Internetseite der FNR zu bestellen.