Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2006 Rennwagen aus biologischen Verbundstoffen

Rennwagen aus biologischen Verbundstoffen

Gülzow, 29. Mai 2006. Der Musiker und Rennfahrer Smudo geht in dieser Saison für nachwachsende Rohstoffe an den Start. Dazu stellte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Peter Paziorek, den neuen Rennwagen der Öffentlichkeit vor.

hier wächst der Treibstoff für Rennwagen
hier wächst der Treibstoff für Rennwagen

Das Auto, ein so genanntes BioConceptCar, läuft nicht nur mit Biodiesel, die Karosserie ist außerdem aus Bioverbundwerkstoff hergestellt. Das Ministerium hat die Entwicklung dieses Materials maßgeblich finanziell unterstützt. "Hiermit gehen nachwachsende Rohstoffe erstmals auch in Extrembereichen ins Rennen" betonte Paziorek, und das nicht etwa nur, weil Umweltschutz im Trend läge, sondern weil Bioverbundwerkstoff technische Vorteile habe. Der technische Clou seien die naturfaserverstärkten Kunststoffe aus Flachs und Leinöl-Acrylat, die der Außenhülle des Wagens die erforderliche Stabilität geben. Die Karosserie sei durch den Bioverbundstoff aber nicht nur besonders stabil, sondern auch leichter als herkömmliche Faserverbunde.

"Toll ist auch, dass das BioConceptCar beim diesjährigen 24h-Rennen am Nürburgring auch mit dem passenden Bio-Kraftstoff an den Start geht", lobte Paziorek. Die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (Ufop) stellt dem Rennteam Biodiesel aus Pflanzenöl zur Verfügung. Der Staatssekretär zeigte sich überzeugt, dass die Vorteile nachwachsender Rohstoffe zunehmend zum Tragen kommen werden. Nachwachsende Rohstoffe können eine Antwort auf die Frage geben, wie wir mit begrenzten Rohstoffressourcen verantwortlich umgehen, so Paziorek weiter. Neben der energetischen Nutzung gehe es dabei auch um die so genannte stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Das BioConceptCar zeige eindrucksvoll, was heute bereits technologisch möglich ist.



 

 

Steuerliche Begünstigung für Biotreibstoffe bleibt

Berlin, 3. Mai 2006. Eine weitere Verbesserung für die Landwirtschaft erzielten die Koalitionsparteien durch eine Einigung auf die künftige Besteuerung von Biokraftstoffen und die Einführung von Beimischquoten. "Mit der Einführung einer getrennten Quote für den Beimischzwang bei Diesel und Benzin ist es nun auch gelungen, eine gute Perspektive für Biotreibstoffe im Benzinbereich zu geben" erklärte Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer dazu. „Zugleich ist die Steuerbefreiung für Biokraftstoffe in der Landwirtschaft ein wichtiger Erfolg“.

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