Rennwagen aus biologischen Verbundstoffen
Das Auto, ein so genanntes BioConceptCar, läuft nicht nur mit Biodiesel, die Karosserie ist außerdem aus Bioverbundwerkstoff hergestellt. Das Ministerium hat die Entwicklung dieses Materials maßgeblich finanziell unterstützt. "Hiermit gehen nachwachsende Rohstoffe erstmals auch in Extrembereichen ins Rennen" betonte Paziorek, und das nicht etwa nur, weil Umweltschutz im Trend läge, sondern weil Bioverbundwerkstoff technische Vorteile habe. Der technische Clou seien die naturfaserverstärkten Kunststoffe aus Flachs und Leinöl-Acrylat, die der Außenhülle des Wagens die erforderliche Stabilität geben. Die Karosserie sei durch den Bioverbundstoff aber nicht nur besonders stabil, sondern auch leichter als herkömmliche Faserverbunde.
"Toll ist auch, dass das BioConceptCar beim diesjährigen 24h-Rennen am Nürburgring auch mit dem passenden Bio-Kraftstoff an den Start geht", lobte Paziorek. Die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (Ufop) stellt dem Rennteam Biodiesel aus Pflanzenöl zur Verfügung. Der Staatssekretär zeigte sich überzeugt, dass die Vorteile nachwachsender Rohstoffe zunehmend zum Tragen kommen werden. Nachwachsende Rohstoffe können eine Antwort auf die Frage geben, wie wir mit begrenzten Rohstoffressourcen verantwortlich umgehen, so Paziorek weiter. Neben der energetischen Nutzung gehe es dabei auch um die so genannte stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Das BioConceptCar zeige eindrucksvoll, was heute bereits technologisch möglich ist.