Keine Zukunft ohne erneuerbare Energien
Ein wesentlicher Erfolg der Konferenz sei die Verabschiedung des Internationalen Aktionsprogramms für Erneuerbare Energien gewesen, so die Ministerin. Das Programm umfasst rund 200 konkrete Beiträge, um weltweit mehr Energie aus Wind, Sonne, Wasser, Biomasse und Erdwärme zu gewinnen. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ergänzte: "Zwei Jahre nach der Bonner Konferenz sind wir auf einem guten Weg, das Aktionsprogramm erfolgreich umzusetzen".
Als Beleg verweisen die Minister auf den Zwischenbericht zum Stand der Umsetzung des Aktionsprogramms des internationalen Politiknetzwerks für erneuerbare Energien – REN21. Fast 80 % der zurückgemeldeten Aktionen seien inzwischen angelaufen oder bereits vollständig umgesetzt. Eine Reihe von Ländern habe angekündigt, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion zu deutlich erhöhen, wie beispielsweise China mit dem Ziel, bis zum Jahr 2020 15 % der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Die Türkei habe inzwischen ein an Deutschland orientiertes Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien eingeführt und bereits den Bau von Wind- und Wasserkraftanlagen mit einer Leistung von 3000 MW genehmigt. Pakistan wolle rund 30.000 Haushalte vor allem in entlegenen Gebieten mit Wind- und Sonnenenergie versorgen. In Armenien würden bis 2010 mit deutscher Unterstützung kleinere Wasserkraftwerke gebaut mit einer Kapazität von bis zu 10 MW. Die vollständige Umsetzung des Internationalen Aktionsprogramms senke den weltweiten Ausstoß von CO2 bis zum Jahr 2015 um 1,2 Mrd. Tonnen pro Jahr. Das sind rund 5 % der heutigen globalen CO2-Emissionen. Die Umsetzung des Internationalen Aktionsprogramms führe zu Investitionen in erneuerbare Energien von rund 320 Mrd. US-Dollar.