Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2006 Transparenz bei staatlichen Fördermitteln

Transparenz bei staatlichen Fördermitteln

Magdeburg, 8. Mai 2006. Die von der Europäischen Union (EU) den Landwirten gewährten Ausgleichszahlungen sind kein Geheimnis und öffentlich bekannt.

Darauf verwies der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born. Unter anderem würden sie von der EU-Kommission und national im Agrarbericht veröffentlicht. Mit der EU-Agrarreform 2003 wurden die Ausgleichszahlungen von der Produktion entkoppelt und mit Umwelt- und Tierschutzauflagen verknüpft bis zum Jahr 2013 den Landwirten von der Politik verbindlich zugesagt.

Eine namensbezogene Offenlegung über die Höhe der pro Betrieb bezogenen Finanzhilfen von EU, Bund und Ländern wäre auch in Deutschland möglich, so Dr. Born weiter, wenn dies gleichermaßen für alle Wirtschaftsgruppen, Unternehmen, Kommunen und Nicht-Regierungs-Orgnisationen (NGO’s) gelten würde. Eine „Lex Landwirtschaft“, also eine nur für die Landwirte geltende Transparenz, lehnt der DBV entschieden ab. Die Transparenzoffensive der EU-Kommissare Mariann Fischer Boel und Siim Kallas fuße auf einer Tradition in einigen EU-Ländern, wo Daten über Einkommen, Steuern oder Fördermittel personen- oder unternehmensbezogen öffentlich bekannt gemacht würden. In Deutschland gebe es bisher keine Veröffentlichungspflicht für solche Daten beim Bezug von staatlichen Fördergeldern.

 

 

Europäische Agrareinkommen deutlich gesunken

Luxemburg, 8. Januar 2006. Das reale landwirtschaftliche Einkommen je Vollarbeitskraft in der erweiterten Europäischen Union ist 2005 nach ersten Schätzungen des Statistischen Amtes (Eurostat) gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 6,3 % gesunken. Dieser Rückgang leitet sich her aus der Abnahme des realen landwirtschaftlichen Gesamteinkommens um 8,4 %, die durch die Verringerung des Arbeitseinsatzes um 2,3 % nur teilweise ausgeglichen wurde.
mehr